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  • Chanson d’amour – Von Rameau bis Piaf

    Chanson d’amour – Von Rameau bis Piaf

    Eine musikalische Liebeserklärung


    Tenor | Klavier: Aco Bishcevic
    Tanz | Einrichtung: Alberto Pagani
    Mit Musikerinnen und Musikern der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

    Mit Werken von Jean-Philippe Rameau, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel, Hildegard Knef und Edith Piaf

    Als Topos ist die Liebe in der Musikgeschichte Ideal und Widerspruch zugleich: Sie ist Objekt einer ästhetischen Formung, aber immer schon von den Bedingungen gesellschaftlicher Existenz durchzogen. Das Kammerkonzert “Chanson d’amour – Eine musikalische Liebeserklärung“ spannt diesen Begriff historisch auf – von den ornamentalen Figurationen Jean-Philippe Rameaus bis zu den expressiven Chansons Edith Piafs – und lässt hören, wie sich das Bild der Liebe im Spiegel der musikalischen Praxis verändert. Im Barock erscheint die Liebe als harmonische Fiktion, eine Kunst, die das Gefühl in die Strukturen höfischer Konvention einbettet. Jede Verzierungsfigur, jede Affektwendung markiert die Grenze zwischen dem Privaten und dem Repräsentierten, zwischen individueller Sehnsucht und gesellschaftlicher Ordnung. Später, in der romantischen Arien- und Liedtradition, beginnt die Liebe zu sprechen – das “Ich“ tritt besonders hervor. Die Chansons des 20. Jahrhunderts schließlich bringen die Liebe als existentielle Erfahrung auf die Bühne: roh, unmittelbar und leidenschaftlich.
    Das Konzertprogramm umfasst ausgewählte Werke aus sämtlichen Epochen der Musikgeschichte, um diese historisch wechselnden Nuancen sinnlich erfahrbar zu machen. Tenor Aco Bishcevic und Tänzer Alberto Pagani verbinden diese musikalischen Stile und präsentieren die Liebe dabei nicht nur als bloßes Motiv, sondern imaginieren auch substanziell idyllische Naturbilder sowie intime und pastorale Szenen.

    Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden




    Ekhof-Theater,Gotha
    Ekhoftheater Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
  • Aus dem Schatten ins Licht mit Nils Wanderer

    Aus dem Schatten ins Licht mit Nils Wanderer

    “TonMalerei“ aus der Zeit der alten Meister mit Nils Wanderer


    Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch
    Countertenor: Nils Wanderer – Artist in Residence 2026
    Laute | Theorbe: Johannes Ötzbrugger
    Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

    Mit Arien und Instrumentalwerken von Claudio Monteverdi, John Dowland, Francesco Cavalli, Henry Purcell, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Heinrich Ignaz Franz Biber, Giuseppe Tartini, Arcangelo Corelli und Wolfgang Carl Briegel.

    Das Konzert “Aus dem Schatten ins Licht“ knüpft an eine ästhetische Grundhaltung des 17. Jahrhunderts an, in der sowohl Malerei als auch Musik stark von Kontrasten geprägt waren. Die Verbindung zur Epoche Rembrandts ergibt sich nicht nur aus der zeitlichen Nähe der ausgewählten Komponisten, sondern auch aus einer gemeinsamen künstlerischen Idee: der bewussten Gestaltung von Hell-Dunkel-Effekten.
    Rembrandt van Rijns Maltechnik des “Chiaroscuro“ – die modellierende Gegenüberstellung von Licht und Schatten – verleiht seinen Bildern eine außergewöhnliche räumliche und psychologische Tiefe. In der Musik derselben Epoche findet sich ein analoges Ausdrucksprinzip: Komponisten wie Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, John Dowland oder Heinrich Ignaz Franz Biber arbeiteten mit starken harmonischen, dynamischen und satztechnischen Kontrasten, um Texte und Affekte präzise darzustellen. Diese barocke “Tonmalerei“ diente nicht nur der Beschreibung konkreter Inhalte, sondern vor allem der Verdeutlichung emotionaler Spannungen.
    Im Zentrum des Konzerts steht der Countertenor Nils Wanderer, dessen Stimmfarbe und interpretatorischer Ansatz auf besondere Weise an das barocke Prinzip des Chiaroscuro anknüpfen. Wie Rembrandt Licht und Schatten für plastische Wirkung nutzte, gestaltet Wanderer musikalische Kontraste nicht als bloße Effekte, sondern als Ausdrucksträger: klare Linien im Leuchten der Höhe, eine dunklere, fast erdige Klangnuance in den tieferen Registern und sorgfältig herausmodellierte Phrasenübergänge.
    Durch Wanderers einzigartige Stimme, seine präzise Textbehandlung und seine interpretatorische Hingabe entstehen Klangräume, die das tonmalerische Konzept von Licht und Schatten in allen Facetten hör- und erfahrbar machen.

    Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden

    Foto2: Guido Werner


    Ekhof-Theater,Gotha
    Ekhoftheater Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach