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  • THÜR. PHILHARMONIE TRIFFT… MAYBEBOP, B4

    THÜR. PHILHARMONIE TRIFFT… MAYBEBOP, B4

    STIMMEN DES VOLKES – LASST UNS GEMEINSAM SINGEN

    Dirigent: Markus Huber
    Solisten: Band MAYBEBOP

    “Vier Mikrofone. Vier Sänger. Sonst nichts.“ – Das ist der Slogan der A-cappella-Band MAYBEBOP. Doch weit gefehlt: In diesem Sinfoniekonzert trifft MAYBEBOP auf die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach! So beginnt eine musikalische Reise, die die Grenzen des Gewohnten sprengt. Die Stimmen von MAYBEBOP – präzise, pointiert, virtuos – treten in einen faszinierenden Dialog mit den sinfonischen Klängen der Thüringen Philharmonie. Humor, Satire und tiefgründige Reflexion verschmelzen mit der ausdrucksstarken Kraft des Orchesters und eröffnen dadurch völlig neue Klangräume. Die Thüringen Philharmonie begleitet, kontrastiert und erweitert, während die Sänger von MAYBEBOP mit Intuition und Präzision die Melodien formen, Emotionen transportieren und mit überraschenden Arrangements sowie Improvisationen das Publikum in Staunen versetzen. Neue Songs treffen auf gefeierte Klassiker, Spontaneität auf orchestrale Struktur und Interaktion auf harmonische Ausgewogenheit.

    Die Bühne wird zu einem lebendigen Raum, in dem sich musikalische Experimente, Pointen und orchestrale Höhepunkte gegenseitig beflügeln. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht – getreu dem Motto: “Stimmen des Volkes – lasst uns gemeinsam singen!“ Gemeinsam entsteht ein einzigartiges Konzerterlebnis, das klassische und moderne Musik zu einem mitreißenden Ganzen vereint. MAYBEBOP ist intellektuell agil und politisch unmissverständlich. Die Band steht für Toleranz und Offenheit; ihre Texte sind eine klare Absage an jegliche Form des Populismus. Ihr erklärtes Anliegen ist es, das Soziale und Gute nicht nur zu besingen, sondern aktiv zu befeuern. Dabei ist ihr Idealismus angenehm bodenständig und fest in der Realität verankert – eine Haltung, die im Zusammenspiel mit der orchestralen Vielfalt der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach besonders kraftvoll zum Ausdruck kommt.

    Diese Konzerte finden im Rahmen der “Achava Festspiele Thüringen“ statt.

    Foto: Sven Sindt

    Kulturhaus,Gotha
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  • DAS SCHOFAR – DER KLANG DES EWIGEN RUFS

    DAS SCHOFAR – DER KLANG DES EWIGEN RUFS

    KAMMERKONZERT BESONDERER ART MIT BAR ZEMACH, JASCHA NEMTSOV und ALEXEJ BARCHEVITCH

    Schofar: Bar Zemach
    Klavier: Jascha Nemtsov
    Violine: Alexej Barchevitch

    Der ewige Ruf, der nie verstummt. Er kann leise oder laut, melancholisch oder kämpferisch sein. Doch in jenem Moment, in dem wir ihm lauschen, wird er zu unserem eigenen. Kaum ein Instrument könnte urtümlicher sein als das Horn. Zunächst als Objekt der Jagd, später der Riten und Zeremonien – sein Klang war Warnung und Verheißung. In der jüdischen Tradition erhebt der Schofar seine Stimme zum Gebet – in einem wortlosen Gesang, wird das Widderhorn zum Medium, ein spirituelles Echo der Sehnsucht nach dem Absoluten. Die körperliche Technik des Schofarblasens, die improvisatorische Gestaltung von Tonhöhen und Pausen sowie die rituelle Einbettung des Instruments demonstrieren, wie Musik im religiösen Kontext funktional, ästhetisch und symbolisch zugleich sein kann. In dieser Unmittelbarkeit liegt eine tiefe Symbolkraft, denn der Schofar wird gewissermaßen zu einem Medium, das nicht nur gehört, sondern vor allem erfahren wird – er spricht den Körper und die Seele unweigerlich an. Theodor W. Adorno hat oftmals betont, dass Musik als Ausdruck von Emotionen und Bedeutungen jenseits sprachlicher Vermittlung funktioniert; der Schofar ist ein archetypisches Beispiel dafür. Jede Tonfolge, jeder Signalton – sei es Teki’a (einzelner, ununterbrochener Ton), Schewarim (drei seufzende Töne), Teru’a (neun bis zwölf sehr kurze Töne, die wie Weinen klingen) oder sei es Teki’a g’dola (ganz lang gehaltener Ton) – ist nicht nur ein Klangereignis, sondern eine strukturelle Manifestation des “heiligen Moments“.

    Diese Konzerte finden im Rahmen der “Achava Festspiele Thüringen“ statt.

    Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden

    Ekhof-Theater,Gotha
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