Keyword: Thüringen Philharmonie

  • Mit Herz und Seele, Brahms & Bruckner, A9

    Mit Herz und Seele, Brahms & Bruckner, A9

    BRAHMS und BRUCKNER

    Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2 c-Moll WAB 102

    Dirigent: Alexei Kornienko
    Violine: Elena Denisova

    Johannes Brahms und Anton Bruckner – Zeitgenossen, kompositorische Genies und dennoch Antipoden. Beide Komponisten stammten aus derselben Generation, doch ihre Auffassungen von Musik könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Brahms die Musik als formgerechtes Absolutum auffasste, gewissermaßen als Ausdruck der persönlichen, ureigenen Empfindung – losgelöst von jeglichem Romantizismus -, wandte sich Bruckner einer überwiegend transzendenten Dimension zu: Musik war für ihn Medium des Heiligen, Spiegel des Göttlichen, eine Schöpfung, die den Menschen in größere Zusammenhänge stellt.

    Brahms‘ Werke sind überwiegend reflexiv und sorgfältig komponiert, durchdrungen von historischer Kenntnis und sinfonischer Strenge – ein geerdetes Opus, das Herz und Verstand zu berühren vermag. Das “Violinkonzert D-Dur“ ist Joseph Joachim gewidmet, dessen Freundschaft Brahms‘ künstlerisches Leben entscheidend prägte. Die beiden Musiker begegneten sich 1853 in Hannover, und der daraus erwachsende rege musikalische Austausch beflügelte Brahms‘ Umgang mit der Violine und seine Kenntnis der gesamten Violinliteratur. Diese enge Verbindung zwischen Solist und Komponist verlieh dem “D-Dur-Violinkonzert“ eine besonders intime Dimension: Virtuosität dient hier nicht dem bloßen Pomp, sondern vor allem dem Dialog, als Ausdruck innigen Musizierens. Anton Bruckner verfolgte in seiner “Sinfonie Nr. 2“ einen gänzlich anderen Ansatz: Der Klang entfaltet sich hier wie ein lebendiges Gewölbe, getragen von Spiritualität, Ehrfurcht und dem Streben nach dem Göttlichen. Die übergeordneten, aber vagen Topoi “Spannung“, “Schweigen“, “Demut“ und “Innehalten“ stehen gleichberechtigt nebeneinander. Was in dieser Sinfonie essenziell zum Klingen gebracht werden muss, sind die Pausen. Denn zum ersten Mal wurden Generalpausen zwischen den thematischen Blöcken zum festen Bestandteil von Bruckners “Raumwirkung“ – als trennendes wie auch als verbindendes Element.

    Dauer der Veranstaltung: 2 Stunden

    Kulturhaus,Gotha
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  • Faschingskonzert, von Elfen, Magiern u.a., B2

    Faschingskonzert, von Elfen, Magiern u.a., B2

    VON HEXEN, ELFEN, MAGIERN UND ANDEREN WESEN

    Dirigent | Moderator: Russell Harris

    Mit Werken von Howard Shore, John Williams und Edvard Grieg

    Dass klassische Musik nicht ernst, steif und trocken ist, sondern auch sehr humorvoll, hintersinnig und unterhaltsam sein kann, zeigt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach in ihrem traditionellen Faschings- bzw. Rosenmontagskonzert.

    Zwischen Mythos, Magie und Musik
    Seit jeher hat das Geheimnisvolle, das Unerklärliche, Komponisten zu außergewöhnlichen Klangwelten inspiriert. Die Welt der Sagen und Mythen, bevölkert von Hexen, Elfen, Magiern und Geistern, öffnet der in der (Film-)Musik ein Reich, in dem Fantasie und Wirklichkeit ineinander übergehen.
    Dieses Konzert widmet sich jenen Werken, in denen das Übersinnliche und Verwunschene Gestalt annimmt – nicht als bloße Illustration, sondern als Spiegel menschlicher Sehnsüchte und Ängste. Die Musik wird somit zum Medium, wodurch Unsichtbares hörbar und Ungreifbares erlebbar wird.
    So entführt Edvard Grieg in seiner “Peer-Gynt“-Suite in die nordische Sagenwelt, wo Trolle, Elfen und Naturgeister die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischen.
    Was wäre der Film ohne die zughörige Filmmusik? Die zweite Hälfte des Konzerts führt in die Klangwelten der Filmmusik, die – ganz im Geist der Romantik – neue Formen des musikalischen Erzählens geschaffen hat. Howard Shore entwarf mit seiner Musik zu “Der Herr der Ringe“ ein gewaltiges sinfonisches Epos über Gut und Böse, über Mut, Macht und Mythos. John Williams schuf mit “Harry Potter“ eine eigene Klangwelt und definierte den klanglichen Charakter von Hexen, Zauberer und magischen Wesen komplett neu – nämlich mit funkelnder Orchestrierung, raffinierter Harmonik und einem untrüglichen Sinn für musikalische Figurenzeichnung.

    Freuen Sie sich auf ein unterhaltsames, kurzweiliges und vor allem unbeschwert humoristisches Konzertprogramm, das Sie mit einem klanglichen Augenzwinkern überraschen wird!

    Kulturhaus,Gotha
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  • Wanderer zwischen den Welten, Festkonzert – A8

    Wanderer zwischen den Welten, Festkonzert – A8

    – DAS BESTE AUS 375 JAHREN –

    Dirigent: Markus Huber
    Countertenor | Bariton: Nils Wanderer – Artist in Residence 2026
    Es spielen die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach sowie das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach (Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch)

    Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Georg Anton Benda, Ludwig Böhner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Johann Strauß (Sohn), Gustav Mahler, Benjamin Britten, Andrew Lloyd Webber u.v.m.

    Seit 1651 existiert in Thüringen ein Orchester, das in verschiedensten Formationen zahlreiche Epochen überdauert und sich trotz zahlreicher Fusionen immer wieder neu erfunden hat: die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Was einst als höfisches Ensemble begann, ist heute ein lebendiger Klangkörper, dessen Geschichte von Tradition, Wandel, Entdeckung und künstlerischem Aufbruch geprägt ist und aus der Kulturszene Thüringens nicht mehr wegzudenken ist.
    Mit dem Festkonzert “Wanderer zwischen den Welten“ öffnet die Thüringen Philharmonie die Türen zu einer musikalischen Zeitreise: Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation treten in einen inspirierenden Dialog. Meisterwerke des Barocks und der Klassik, Landschaften der Romantik und die vielfältigen Klangfarben der Moderne lassen die Entwicklung der Musikgeschichte lebendig werden. Getreu dem Motto “Von Barock bis Broadway“ erzählt das Konzert von prägenden Epochen der Philharmonie und weist zugleich in neue musikalische Welten, die auch in Zukunft die Programmatik des Orchesters gestalten und formen werden.
    So ist das Festkonzert weit mehr als “nur“ eine Retrospektive: Es ist ein Moment des Entdeckens und Erinnerns, eine Begegnung mit jenen Komponisten, die das Orchester geformt haben, und mit unserem Publikum, das diese lebendige Tradition mitträgt. Musik wird hier gewissermaßen zum “Reiseführer“ zwischen den Jahrhunderten, Epochen und Welten.
    In der Verbindung von Geschichte und Gegenwart, von Bewährtem und Unbekanntem, zeigt sich das Wesen der heutigen Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach: ein Orchester, das nicht in der Vergangenheit verweilt, sondern aufbricht, beständig nach vorne strebt und dadurch neue Welten erkundet.
    Unser Überraschungskonzert hält Werke bereit, deren Auswahl wir noch geheim halten – um der Magie des unerwarteten Augenblicks gerecht zu werden. Auf dieser musikalischen Zeitreise begleitet uns unser Artist in Residence, Nils Wanderer. Ganz wie sein Name verspricht, fungiert er als wahrer “Wanderer zwischen den Welten“ und wird zwischen Epochen und Stilen vermitteln.

    Stadthalle,Gotha
    Abo-Vorteil,Thüringen Philharmonie