Keyword: Frühlingslese 2026

  • Valeria Anselm

    Valeria Anselm

    Erfurter Frühlingslese

    Das ist (nicht) mein Zuhause – Leaving Care

    Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nicht bei der eigenen Familie aufwächst? Wenn das Wort “Zuhause“ mehr Fragen als Antworten aufwirft?
    Valeria Anselm ist eine junge Autorin mit einer bemerkenswert klaren Stimme und einem tiefen Anliegen: Sie schreibt über das Aufwachsen außerhalb der eigenen Familie – über das Leben in Wohngruppen, über das Jugendhilfesystem, über das, was oft übersehen wird. Mit gerade einmal 18 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch “Das ist (nicht) mein Zuhause“, das ursprünglich für die anderen Kinder in ihrer Wohngruppe gedacht war und inzwischen im Walhalla Verlag erschienen ist.
    In ihren Texten verbindet Valeria persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Kritik und gibt jenen eine Stimme, die oft nicht gehört werden. Sie spricht offen über Einsamkeit, über das Gefühl des Verlorenseins, aber auch über Hoffnung, Freundschaft und die Kraft, sich selbst zu behaupten. Ihre Worte sind eindringlich, authentisch und berührend – sie treffen mitten ins Herz.

    Valeria Anselm ist nicht nur eine Autorin, sondern auch eine Botschafterin für mehr Menschlichkeit, Verständnis und Veränderung. Ihre Lesungen sind bewegend, ihre Gespräche inspirierend – und ihre Geschichte ein Aufruf, genauer hinzusehen.

    Jede:r ist zu dieser Lesung willkommen!

    Gefördert wird die Veranstaltung vom Careleaver-Zentrum Thüringen (CLZT). Das CLZT unterstützt Thüringer Careleaver*innen, die Hilfe, Beratung oder Begleitung brauchen und sich gern engagieren, vernetzen und mit anderen Careleaver*innen austauschen wollen. Es richtet sich aber auch an Menschen und Institutionen, die mit Careleaver*innen in Kontakt stehen und die sich gemeinsam Gedanken machen wollen, wie Angebote und Übergänge besser gestaltet werden und junge Volljährige/ Careleaver*innen in Thüringen zukünftig noch mehr Unterstützung finden können.

    Das Careleaver-Zentrum Thüringen ist ein Projekt des Jugendberufshilfe Thüringen e.V.; gefördert durch die Drosos Stiftung und den Freistaat Thüringen.

    Foto: privat

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Jasmin Schreiber

    Jasmin Schreiber

    Erfurter Frühlingslese

    Da, wo ich dich sehen kann

    Die neunjährige Maja wächst in einer zerrütteten Familie auf – ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt. Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt – für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
    Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört.
    Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.
    Ein Roman über das Echo von Gewalt, über strukturelles Versagen – und darüber, wie eine Gemeinschaft ins Wanken gerät, wenn ein Femizid alles erschüttert. Erzählt aus mehreren Perspektiven entfaltet sich das Panorama einer Familie im Ausnahmezustand und einer Gesellschaft, die dem strukturellen Kern der Gewalt noch immer ausweicht.
    Foto: Jasmin Schreiber

    Kalif Storch,Erfurt
    Frühlingslese 2026