Keyword: Frühlingslese 2026

  • Sabine Rückert

    Sabine Rückert

    Erfurter Frühlingslese

    Egon Erwin Kisch: Prager Verbrechen

    Die Gerichts- und Kriminalreporterin Sabine Rückert stellt vor: Egon Erwin Kisch, Wegbereiter der True-Crime-Reportage, als schillernder Ermittler in der Prager Unterwelt.

    Was sagen uns Verbrechen über Menschen und Gesellschaften? Was waren die Umstände, die sie ermöglicht haben, was ist das Alltägliche am außergewöhnlichen Geschehen? Vor der Kulisse Prags erzählt Egon Erwin Kisch in literarisch brillanten Reportagen von kaltblütigen Verbrechen und menschlichen Abgründen. Mal tritt er als investigativer Ermittler in Erscheinung, mal lässt er seine Heldinnen und Schurken zu Wort kommen, dann wieder mischt er sich direkt in das Geschehen ein. In ganz eigener Weise verband er journalistische Genauigkeit mit literarischem Stil, noch bevor Truman Capote das Prinzip für sich entdeckte. Sabine Rückert beleuchtet, was uns bis heute daran fasziniert – und was sie anders machen würde als der »rasende Reporter«.

    »Das sind ganz tolle Texte. Interessanterweise war Egon Erwin Kisch auch ein Kriminalreporter. Er ermittelte regelrecht. Und manchmal wandte er dabei Methoden an, die uns heute stark verwundern.« Sabine Rückert

    Wenn in der Zeitung von heute schon der Mord von morgen steht, kann da nur der »rasende Reporter« am Werk gewesen sein …

    Die vielfach ausgezeichnete Gerichts- und Kriminalreporterin Sabine Rückert ist Redakteurin für besondere Aufgaben (ZEIT Verbrechen). Der gleichnamige True-Crime-Podcast gehört seit Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Podcasts. 2020 wurde er als »Beste journalistische Leistung« gewürdigt, 2024 in Form einer Miniserie verfilmt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen geht Sabine Rückert regelmäßig auf Deutschlandtournee und füllt große Veranstaltungshallen.

    Foto: Vera Tammen

    Evangelisches Ratsgymnasium – Haus am Breitstrom,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Knut Elstermann

    Knut Elstermann

    Erfurter Frühlingslese

    Axel Prahl: “Was man liebt, braucht Zeit“

    Die (Auto)Biografie des beliebten Schauspielers, Musikers und
    Entertainers Axel Prahl mit zahlreichen persönlichen Anekdoten und intimen Einblicken in sein Leben.

    Sonntagabend, 20:15 Uhr: Deutschland versammelt sich vor dem Fernseher. Und wenn man Glück hat, spielt der Tatort in Münster, denn dann kann man einen der ungekünstelsten Schauspieler Deutschlands erleben. In seiner Rolle als Kriminalhauptkommissar Frank Thiel sorgt Axel Prahl für die höchsten Einschaltquoten aller zeitgenössischen deutschen Fernsehserien, doch dass er nicht nur bei seinem Publikum beliebt ist, sondern auch bei den diversen Kolleg*innen und in seinem privaten Umfeld, beweist dieses Buch von Knut Elstermann, welches sich aus persönlichen Texten, Beobachtungen und Interviews mit Mutter Rita, Schauspielkollegin Katharina Thalbach, Jan Josef Liefers, Regisseur Andreas Dresen und Axel Prahl höchstpersönlich zusammenfügt.

    Die Collage erzählt von Prahls Herkunft, Kindheit und Jugend, seinen ersten Erfahrungen am Theater, von seiner Musik und seinen Texten, von Freundschaft und Liebe. Entsprechend vervollständigt das Buch die öffentliche Darstellung des Schauspielers, die nur einen Bruchteil seiner Persönlichkeit abbildet, zu einem vielseitigen Porträt, das ihm viel mehr gerecht wird.

    Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitet seit der Wende als freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

    Moderation: Marion Brasch

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Tine Acke

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Sarah Bosetti

    Sarah Bosetti

    Erfurter Frühlingslese

    Make Democracy Great Again

    Was verbindet einen AfD-Wähler und eine Klimaaktivistin? Die Angst, dass die Welt, wie sie ist, untergehen wird. Von wegen gespaltene Gesellschaft! Egal, ob rechts oder links, „alter weißer Mann“ oder junge “woke“ Frau, Lastenradfan oder Impfgegner: Wir sind vereint in unserer Angst vor einer düsteren Zukunft. Kein Wunder, immerhin leben wir in einem Gruselkabinett aus Donald Trump, Klimawandel, Alice Weidel und Genderstern. Für alle ist etwas zum Fürchten da.
    Doch Sarah Bosetti hat keine Lust auf Angst und Trübsal. Und sie hat eine bessere Idee! Wenn/uns die Zukunft, wie sie gezeichnet wird, nicht gefällt, dann sollten wir uns eine schönere/malen und darauf hinarbeiten. Wenn niemand mehr Bock auf Demokratie hat, sollten wir sie/nicht aufgeben, sondern besser machen.
    “Make Democracy Great Again!“ ist ein lustiges, bissiges und aufrüttelndes Plädoyer für die Rettung der Demokratie. Sarah Bosetti gibt Politikern Kommunikationsnachhilfe – indem sie ihre Aussagen in das übersetzt, was sie/eigentlich/sagen wollen -, erfindet die schönsten Fake News, schreibt reflektierte Demoplakate und zeigt, wieso es ein Privileg ist, vom Sofa aufstehen zu dürfen.

    Sarah Bosetti ist Satirikerin, Autorin, Lyrikerin und Feministin wider Willen. Sie schreibt und/moderiert die monatliche Late Night Show “Bosetti Late Night“ (3sat), das wöchentliche/Satireformat “Bosetti will reden!“ (ZDF) sowie den extra3-Podcast “Bosettis Woche“ (NDR)/und ist regelmäßig auf Live-Tour im gesamten deutschsprachigen Raum. Sie wurde bereits u.a./mit dem Grimmepreis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem/Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik und dem Dieter-Hildebrandt-Preis ausgezeichnet.

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Anne Wilk

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Preisverleihung

    Preisverleihung

    Erfurter Frühlingslese

    Junge Texte aus Thüringen – Eobanus Hessus Preisverleihung 2025/26

    Was bewegt die jungen Thüringer:innen?
    Darum geht es beim Eobanus-Hessus-Schreibwettbewerb. Wer zwischen 15 und 35 Jahre alt ist und in Thüringen lebt, konnte mit Prosatexten oder Gedichten am Wettbewerb teilnehmen. Hauptsache, das Geschriebene ist selbstverfasst. Den Gewinner:innen der Haupt- und Förderpreise wird nun im Rahmen der Erfurter Frühlingslese eine Bühne gegeben, auf der sie Ihre Texte vorlesen und mit Julia Maronde ins Gespräch kommen. Alle, die gerne neue, junge Stimmen aus Thüringen hören und die süße Rampensau für die beste Lese-Performance des Abends vergeben möchten, sind herzlich eingeladen.

    Gefördert von der Stadt Erfurt
    Weitere Partner sind die Sparkasse Mittelthüringen, die Buchhandlung Hugendubel, die Literarische Gesellschaft Thüringen, der Thüringer Literaturrat und der Schriftstellerverband Thüringen. Als Medienpartner sorgt die “Thüringer Allgemeine“ für die nötige Öffentlichkeit.

    Moderation: Julia Maronde

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Karsten Krampitz

    Karsten Krampitz

    Erfurter Frühlingslese

    Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

    Die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR: die »Krüppelkommune« von Hartroda

    Arnstadt, Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche – das alte Pfarrhaus in Hartroda, im Altenburger Land. So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Die einen bekommen Hilfe, die anderen Asyl – vor der Schinderei im Staatsbetrieb, vor einem Leben im stupiden Kreislauf von Arbeiten, Saufen, Schlafen. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird – Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit. Unter dem Schirm der Kirche wird sie, so scheint es zumindest, vom DDR-Apparat in Ruhe gelassen. Intellektueller Kopf der Gemeinschaft ist Gruns. Er wird vom schweigsamen Mozek gepflegt, der vom Dachboden aus internationale Fernschachturniere bestreitet und sich über seine Vergangenheit bedeckt hält. Denn Mozek, ehemaliger Grenzer, ist auf der Flucht vor der eigenen Schuld.
    Ich hab meine Sache auf nix eingestellt / auf gar nix, überhaupt nix, heißt es in einem Lied der Band Mischpoke, die zum Freundeskreis der Kommune gehört. Als die DDR zusammenbricht, wird deutlich, dass es auch die Mauer war, die die Gemeinschaft von Hartroda zusammengehalten hat.

    Karsten Krampitz/(*1969 in Rüdersdorf) ist Autor, Historiker und Journalist. Er schrieb für Straßenzeitungen, war an der Besetzung von Luxushotels beteiligt und promovierte zur Rolle der Kirche in der DDR. 2009 gewann er beim Bachmann-Wettbewerb den Publikumspreis. Für die Arbeit an diesem Roman erhielt er das Berliner Senatsstipendium für Literatur, das Literaturstipendium des Freistaats Thüringen und ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds./Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung/wurde 2025 von der Kaspar Hauser Stiftung mit dem Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben ausgezeichnet.

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Uli Decker

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Cecelia Ahern

    Cecelia Ahern

    Erfurter Frühlingslese

    Ein Herz aus Papier und Sternen

    Pips Leben hat enge Grenzen. Jahrelang bleiben ihre Träume nur Träume, macht sie sich selbst stets klein, so wie die filigranen Origami-Kunstwerke, die sie heimlich in ihrem Zimmer anfertigt. Erst eine unerwartete Begegnung schenkt ihr Hoffnung: Ein Astronom aus der örtlichen Sternwarte lehrt sie, zu den Sternen zu blicken und damit auch ihre Welt ganz neu zu sehen. Viel größer und schöner, als sie es sich je vorgestellt hat. Und vielleicht wartet darin sogar jemand auf sie. Wenn sie den Mut findet, ihr Herz zu öffnen.
    Pip hat nie aufgehört zu träumen – doch jetzt ist es Zeit, wirklich zu leben und vielleicht sogar zu lieben.

    Cecelia Ahern ist eine irische Romanautorin. Ihr Debütroman “PS: Ich liebe dich“ wurde 2004 veröffentlicht und war ein internationaler Bestseller. Er wurde mit Hilary Swank in der Hauptrolle verfilmt. Ihr zweiter Roman “Für immer vielleicht“/wurde als/Love, Rosie/mit Lily Collins in der Hauptrolle…

    Foto: Barry McCall

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Leon Engler

    Leon Engler

    Erfurter Frühlingslese

    Botanik des Wahnsinns

    Von einem, der auszog, um nicht verrückt zu werden

    Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch.
    Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

    Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. ›Botanik des Wahnsinns‹ ist sein Debütroman.
    Foto: Niklas Berg

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Michel Friedmann

    Michel Friedmann

    Erfurter Frühlingslese

    Mensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten

    Ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten

    “Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, weil die Demokratie, die mir das Leben ermöglicht hat, zerbröselt.“
    Demokratie ist nie statisch, sondern dynamisch. Sie lebt durch die Menschen, die ununterbrochen an ihr arbeiten. Wer wüsste das besser als Michel Friedman. Er ruft dazu auf, endlich zu handeln – für Freiheit und Menschenrechte. Mit klaren Analysen entlarvt er die Gefahren von Resignation, mediengetriebener Sensationslust und unerfüllten Versprechen. Dieses Buch fordert heraus, irritiert und inspiriert zugleich. Es ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist. Wer jetzt nicht eingreift, macht sich zum Komplizen.
    In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von “illiberalen Demokraten“ übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, ruft Michel Friedman dazu auf, nicht nur mutig zu diskutieren, sondern zu handeln.
    Michel Friedman, geb. 1956 in Paris, ist Rechtsanwalt, Philosoph, Publizist und Moderator. Von 2000 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Herausgeber der Wochenzeitung/Jüdische Allgemeine/sowie von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses. Er engagiert sich gegen Rechtradikalismus und für die Integration Geflüchteter.
    Seit 2016 ist er Honorarprofessor und leitete bis 2022 das von ihm mitbegründete Center for Applied European Studies an der Frankfurt University./Er moderiert u. a. die Sendung “Auf ein Wort“ bei der Deutschen Welle sowie die Veranstaltungsreihen “Friedman im Gespräch“ im Berliner Ensemble und “Denken ohne Geländer“ im Jüdischen Museum Frankfurt am Main. Er ist Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und Herausgeber des jüdisch-liberalen Magazins/Aufbau.
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    Moderation: in Klärung

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Nicci Kuhn

    Atrium der Stadtwerke,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Vanessa Göcking

    Vanessa Göcking

    Erfurter Frühlingslese

    Die Liebe in dir

    Über das Geschenk der Selbstliebe und den Zauber des Neubeginns

    Nach Kathys Trennung scheint ihre Welt in Trümmern zu liegen. Sie fühlt sich verloren und zweifelt, ob sie jemals wieder das Glück der Liebe erfahren wird. Doch dann beginnt eine Reihe von geheimnisvollen Postkarten ihren Briefkasten zu füllen, offenbar versehentlich an ihre Adresse gesendet und voller Geschichten über exotische Orte und aufregende Abenteuer. Getrieben von einer unerklärlichen Sehnsucht, folgt Kathy den Spuren der unbekannten Geschichtenerzählerin …

    Eine bezaubernde Erzählung über die Wiederentdeckung der eigenen Kraft und die Schönheit, die in jedem von uns verborgen ist.

    Vanessa Göcking ist mehrfache SPIEGEL Bestsellerautorin und Gründerin des VANI Verlags, in dem sie gezielt weibliche Stimmen und Perspektiven fördert. Wenn sie nicht gerade selbst schreibt oder neue Buchprojekte plant, verbringt Vanessa ihre Zeit gerne in der Natur, begleitet von ihrem treuen Labrador Henry, oder schmiedet Pläne für ihr nächstes großes Reiseabenteuer. Ihre Werke sind geprägt von Mut, Lebensfreude und einer tiefen Liebe zu den kleinen und großen Geschichten des Lebens.

    Foto: Christopher Schmid

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Die Correctiv Story

    Die Correctiv Story

    Erfurter Frühlingslese

    Ein Buch für alle, die an die Kraft von Wahrheit glauben.

    “Die CORRECTIV-Story“ ist ein journalistischer Erlebnisbericht, ein Werkstattbericht über den Medienwandel und ein Aufruf, sich einzumischen. Die Lesenden erfahren, wie investigatives Arbeiten heute funktioniert, wie sich journalistische Formate verändern müssen – und uns das alle angeht. “Die CORRECTIV-Story“ ist zugleich auch eine sehr persönliche Geschichte über Aufbruch, Inspiration und Wirkungskraft. Sie zeigt, wie jeder Mensch in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft für die Demokratie einstehen kann. Gründer und Publisher David Schraven schreibt dabei mit großer Offenheit über seinen eigenen Weg: die Wurzeln im Ruhrgebiet, wiederkehrende Zweifel, aber auch über die Überzeugung, dass unabhängiger Journalismus mehr ist als ein Beruf – sondern eine Mission. “Im Kampf um die Demokratie gibt es keine Teilnehmerurkunde für den zweiten Platz“, schreibt er. “Es gibt nur einen Sieg oder gar nichts.“

    Die neue Publikation des CORRECTIV Verlags richtet sich an Medieninteressierte, Demokraten, Journalistinnen und alle, die verstehen wollen, wie investigativer Journalismus in Deutschland funktioniert – und warum er heute wichtiger ist, denn je.

    Vor über zehn Jahren startete CORRECTIV mit sieben Mitarbeitenden – heute arbeiten mehr als 180 Menschen für das größte gemeinwohlorientierte Medienhaus im deutschsprachigen Raum. “Die CORRECTIV-Story“ erzählt von Rückschlägen und Gegenwind, aber auch von großen Erfolgen – etwa der Recherche “Geheimplan gegen Deutschland“, die 2024 bundesweit einen beispiellosen politischen Aufruhr entfachte.

    Justus von Daniels, seines Zeichens Chefredakteur der Recherche-Redaktion von CORRECTIV, stellt in Erfurt die CORRECTIV-Story vor und gibt Einblicke in den spannenden Alltag investigativer Journalist:innen.

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Ivo Mayr

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Peggy Mädler

    Peggy Mädler

    Erfurter Frühlingslese

    Selbstregulierung des Herzens

    Über Liebe und Freundschaft in einer Welt, die Vertrauen nicht kennt

    Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen. „Selbstregulierung des Herzens“ entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
    Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
    Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.

    Peggy Mädler,/1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman/Legende vom Glück des Menschen, für/Wohin wir gehen/(2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch/Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat/von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.

    Foto: Wenke Seemann

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Emily Bähr

    Emily Bähr

    Erfurter Frühlingslese

    Gilded Ruin – Gods of New Olympia

    Die großen Drei müssen sterben. Und er wird mir die Klinge reichen oder mit ihnen untergehen.
    In New Olympia gibt es keine Regeln, nur eines zählt: Macht. Die schillernde Stadt der Götter gilt als Ort der Schönen und Reichen, während abseits ihres Scheins die Ärmsten tagtäglich ums Überleben kämpfen. Eine von ihnen ist Briar, doch seit dem Tod ihrer Familie sorgt sie sich nicht mehr um ihre eigene Sicherheit. Stattdessen hat sie Rache geschworen. Zeus, Hades, Poseidon. Die Herrscher von New Olympia müssen sterben – selbst, wenn es sie ihr Leben kostet. Um in ihre Nähe zu gelangen, muss sie sich einen Platz in der High Society rund um das Pantheon sichern und darf dabei auf keinen Fall auffallen. Doch schnell zieht Briar die Aufmerksamkeit von Phobos auf sich. Der Gott der Angst ist tückisch, verstörend attraktiv und könnte zu einem mächtigen Verbündeten werden – oder ihrem Untergang …

    Zwischen Narnia und Westeros lebt Emily Bähr im magischen Nordirland, wo sie als Grafikdesignerin den Lebensunterhalt für sich und ihre Katzen verdient. Als bekennender Nerd liebt sie Science-Fiction, Kinobesuche und Pokémon und würde bei der ersten Gelegenheit auf den Mars auswandern. Da dies allerdings unwahrscheinlich ist, flüchtet sie sich in die fantastischen Welten in ihrem Kopf, während sie im Schutz der Nacht Wikipedia nach unnützem Wissen durchforstet. Mit ihrer “Chosen“-Dilogie eroberte sie auf Anhieb die “Spiegel“-Bestsellerliste.

    Foto: privat

    Buchhandlung Hugendubel,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Rebekka Endler

    Rebekka Endler

    Erfurter Frühlingslese

    Witches, Bitches, It-Girls

    Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen
    Witches, Bitches, It-Girls/ist eine anekdotische Spurensuche, die durch die lange Menschheitsgeschichte führt. Rebekka Endler blickt dabei in den Maschinenraum des Patriarchats, beschäftigt sich mit der Kanonisierung in der Kunst, mit der Epoche der Romantik, mit der sogenannten Normalität und mit feministischen Wellen, mit Cancel-Culture und Transfeindlichkeit – und fragt: Was bringt so viele Frauen heute noch dazu, von einem rettenden Märchenprinzen zu träumen? Warum werben sogenannte Tradwives für ein Leben als Hausfrau und Mutter? Was steckt hinter der Mommy-Blogger-Welle, und welche Funktion haben Frauenbilder wie Witches, Bitches und It-Girls? Humorvoll, schlagfertig und kämpferisch zeigt Rebekka Endler, wie wir alle das Patriarchat Tag für Tag am Laufen halten – und wie wir es dennoch verändern können, wenn wir das System dahinter verstehen und angreifen.

    Rebekka Endler/arbeitet als freie Autorin, Journalistin und Podcasterin. 2021 erschien ihr erstes Buch “Das Patriarchat der Dinge. Warum die Welt Frauen nicht passt“

    Foto: Andrew Collberg

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Ulli Lust

    Ulli Lust

    Erfurter Frühlingslese

    Die Frau als Mensch

    Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle.

    “Die Frau als Mensch“ wurde als erster Comic mit dem/Deutschen Sachbuchpreis/geehrt.

    Ulli Lust, geboren 1967 in Wien, ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. Ihr Comic “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (avant-verlag) erhielt International viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Ignatz Award und dem Los Angeles Times Book Award ausgezeichnet. Es folgten unter anderem “Flughunde“ (nach Marcel Beyer) und “Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ (beide Suhrkamp). Ulli Lust zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Comiczeichner:innen; sie unterrichtet Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.

    Moderation: Julia Maronde

    Foto: B. Dietl

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Annette Schuhmann

    Annette Schuhmann

    Erfurter Frühlingslese

    Wir sind anders. Wie die DDR Frauen bis heute prägt

    Gibt es heute, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung, noch immer so etwas wie eine »Ost-Identität«?/Die Historikerin Annette Schuhmann fügt der intensiven Debatte darüber eine besondere Sichtweise hinzu und geht der Frage nach, wie »anders« die Frauen der DDR sind. Hierfür versammelt sie dreizehn Porträts ostdeutscher Frauen und zeigt/auf, wie Erfahrungen, Erinnerungen und Familienerzählungen prägen und welches Selbstverständnis aus der DDR-Sozialisation erwächst.

    Annette Schuhmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) und dort seit 2008 leitende Redakteurin des Magazins zeitgeschichte.online. Zudem ist sie Lehrbeauftragte am FB Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin. Ihre Beiträge zur Alltagsgeschichte der DDR und auch zu ihrer eigenen Biografie erscheinen in der ZEIT.

    Foto: Annette Vowinckel

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Hannah Lühmann

    Hannah Lühmann

    Erfurter Frühlingslese

    Heimat

    Hinter der perfekten Idylle lauert die »Tradwife«-Szene – Hannah Lühmanns Roman über ein virales Thema und den Rechtsruck in unserem Land

    Als Jana mit ihrer Familie aufs Land zieht, merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln. Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist – sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet …

    Hannah Lühmann, geboren 1987, hat Philosophie in Berlin und Paris studiert. Sie schrieb unter anderem für die “Süddeutsche Zeitung“, die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und “Die Zeit“. Von 2014 bis 2025 war sie als leitende Redakteurin im Kulturressort bei der “Welt“ und “Welt am Sonntag“ tätig. Hannah Lühmann lebt als freie Journalistin mit ihrer Familie in Berlin.

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen und der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann des Freistaates Thüringen

    Foto:

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Bijan Moini

    Bijan Moini

    Erfurter Frühlingslese

    2033

    Deutschland, 2033. Die rechtsextreme Partei AUFSTAND stellt die Bundeskanzlerin. Als die junge Anwältin Marie Wigand ihrer Chefin bei einem neuen Strafprozess assistieren soll, ahnt sie noch nichts von seinem historischen Ausmaß. Die Generalsekretärin der einzigen Oppositionspartei REFORM wird angeklagt, hinter einem Bombenanschlag auf die Parteizentrale des AUFSTANDs zu stecken. Doch schnell stellt sich heraus, dass es nicht allein um Schuld oder Unschuld geht: Sollte die Politikerin verurteilt werden, droht ein Verbot ihrer Partei – und der Weg für den AUFSTAND wäre frei, das Grundgesetz abzuschaffen. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, und Marie findet sich in einem Kampf zwischen David und Goliath wieder, in dem es auch für sie selbst immer gefährlicher wird … Ein beklemmendes Gedankenexperiment: Wie wehrhaft ist unsere Demokratie?

    Bijan Moini, 1984 geboren bei Karlsruhe, ist Jurist, Politologe und Bürgerrechtler mit deutschiranischen Wurzeln. Nach Promotion und Referendariat in Hongkong und Berlin arbeitete er als Rechtsanwalt für eine Wirtschaftskanzlei. Als ihm die Idee zu seinem ersten Roman kam, kündigte er und widmete sich dem Schreiben. 2019 erschien der preisgekrönte Roman »Der Würfel« im Atrium Verlag. Heute arbeitet er für die Gesellschaft für Freiheitsrechte und tritt im Fernsehen, Hörfunk sowie in zahlreichen Print- und Onlinemedien als Experte für Freiheitsrechte in Erscheinung./Er stand bereits mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht und erarbeitet seit dem Frühjahr 2025 federführend ein großes Gutachten zur AfD. Moini lebt mit seiner Familie in Berlin.

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Simo Detel

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Anke Engelmann

    Anke Engelmann

    Erfurter Frühlingslese

    Blender

    Hannes Bohn will nur eins: als Künstler leben. Doch für so einfache Wünsche ist die DDR zu eng. Hannes landet im Gefängnis, drogensüchtig und hoch verschuldet. Wenig später entdeckt die Stasi seine Begabung und bildet ihn zum Kunstfälscher aus. Erneut scheitert Hannes, diesmal an seiner Redlichkeit: Heimlich fälscht er ein Renaissance-Gemälde, um das Original vor dem Verkauf ins Ausland zu retten.

    Anke Engelmann zeichnet das traurig-komische Leben eines Mannes nach, der durch die DDR-Geschichte stolpert. Er blufft sich durch Gefängnis, Psychiatrie und Untergrund, bis er selbst nicht mehr weiß, wer er wirklich ist: ein Bild, so oft übermalt, dass niemand mehr das Original erkennt. Ist Hannes ein tragisches Genie, ein Blender – oder beides zugleich?

    Anke Engelmann, 1966 in Weimar geboren, wo sie heute lebt und arbeitet, hat nach ihren Erfahrungen in vielfältigen Job Sprachwissenschaft studiert und ist gelernte Journalistin. Seitdem ist das Schreiben ihre Profession: Unter dem Namen “Büro für angewandte Poesie“ verfasst sie eigene und lektoriert fremde Texte, hält Kurse für Kreatives Schreiben und unterrichtet Menschen mit Handicap im Lesen und Schreiben. 2021 erschien ihr Erzählband “Eiapopeia im Prenzelberg“.

    Foto: Alien Schneider

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Daniel Schreiber

    Daniel Schreiber

    Erfurter Frühlingslese

    Liebe! Ein Aufruf

    Ein persönlicher/Aufruf des Bestsellerautors Daniel Schreiber zum aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses

    Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag? In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.

    Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – “Nüchtern“ (2014), “Zuhause“ (2017), “Allein“ (2021) und “Die Zeit der Verluste“ (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.

    Moderation: Maria-Christina Piwowarski

    Foto: Paulina Hildesheim

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Irina Scherbakowa

    Irina Scherbakowa

    Erfurter Frühlingslese

    Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen

    Irina Scherbakowa/erzählt in ihrem neuen Buch von den kurzen Jahren der/Perestroika. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Scherbakowas Thema ist auch ihre bis heute/andauernde aktive politische Tätigkeit/und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur. Ihre beeindruckenden/Moskauer Erinnerungen/sind dicht verwoben mit der/Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert/und ihrem lebenslangen Kampf/gegen Staatsterror und für die Erinnerung.
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    Irina Scherbakowa, geboren 1949 in Moskau, ist eine Historikerin und Publizistin. Sie arbeitete als Redakteurin und Übersetzerin deutscher Literatur. Seit Anfang der 1980er Jahre führte sie Gespräche mit GULAG-Überlebenden und leitete ab Gründung von Memorial (1989) die Bildungsarbeit der russischen Menschenrechtsorganisation, vor allem den Geschichtswettbewerb. Forschungsaufenthalte führten sie nach Berlin, Wien, Salzburg und Jena. 2021 liquidierte das Putin-Regime die NGO, 2022 erhielt Memorial gemeinsam mit einer ukrainischen und einer belarussischen Organisation den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr verließ Scherbakowa ihr Heimatland und lebt heute in Berlin und Tel Aviv. Sie ist Vorstandvorsitzende der in Berlin gegründeten Exilorganisation Zukunft Memorial, gehört dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald an und ist Ehrenmitglied des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Doro Zinn

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026