Keyword: Frühlingslese 2026

  • Nachgefragt: Der politische Salon

    Nachgefragt: Der politische Salon

    Erfurter Frühlingslese

    Nachgefragt: Der Politische Salon

    Die Energiewende – Rettet sie uns die Zukunft?

    Zu trocken, zu nass, zu warm, zu windig: Dass sich das Klima ändert, lässt sich nicht mehr ernsthaft widerlegen. Was aber hat der Mensch damit zu tun? Und: Was kann er jetzt noch tun? Da gehen Meinungen und Modelle auseinander. Die einen fordern den Verzicht auf Öl, Gas und Kohle, bedecken die Natur mit riesigen Solarflächen und Fundamenten für Windrad-Türme. Die anderen glauben an moderne Technik, aber mit fossilen Brennstoffen und Atomkraft. Denn Klimawandel gab es immer. Die Frage ist jedoch, wie schnell geht das alles? Können Mensch und Natur noch mithalten?

    Darüber sprechen am 12. August die Podiumsgäste des Politischen Salons im Kultur: Haus Dacheröden:
    Robert Bednarsky (BUND Thüringen)
    Markus Bogoczek (Geschäftsführer der metalution GmbH in Neuhaus-Schiernitz und Vorsitzender der Diözesangruppe Erfurt des Bundes Katholischer Unternehmer)
    Jana Liebe (Geschäftsführerin des Innovationsclusters Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk / ThEEN e.V)
    Moderation: Ulrich Böhme (MDR)

    Die Reihe “Nachgefragt. Der Politische Salon im Kultur: Haus Dacheröden“ möchte über Themen diskutieren, die gesellschaftlich relevant sind und die Menschen bewegen. Anders als in der politischen Arena, in der oft mit Verkürzungen und Zuspitzungen gearbeitet wird, soll in den Salons eine an der Sache orientierte und differenzierte Auseinandersetzung stattfinden, der streitbare, aber auch respektvolle Diskurs gesucht werden. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich aktiv in das Gespräch einzubringen.

    Veranstalter der Reihe: Erfurter Herbstlese e.V., Katholisches Forum im Land Thüringen, MDR Thüringen
    In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Sabine Rückert

    Sabine Rückert

    Erfurter Frühlingslese

    Egon Erwin Kisch: Prager Verbrechen

    Die Gerichts- und Kriminalreporterin Sabine Rückert stellt vor: Egon Erwin Kisch, Wegbereiter der True-Crime-Reportage, als schillernder Ermittler in der Prager Unterwelt.

    Was sagen uns Verbrechen über Menschen und Gesellschaften? Was waren die Umstände, die sie ermöglicht haben, was ist das Alltägliche am außergewöhnlichen Geschehen? Vor der Kulisse Prags erzählt Egon Erwin Kisch in literarisch brillanten Reportagen von kaltblütigen Verbrechen und menschlichen Abgründen. Mal tritt er als investigativer Ermittler in Erscheinung, mal lässt er seine Heldinnen und Schurken zu Wort kommen, dann wieder mischt er sich direkt in das Geschehen ein. In ganz eigener Weise verband er journalistische Genauigkeit mit literarischem Stil, noch bevor Truman Capote das Prinzip für sich entdeckte. Sabine Rückert beleuchtet, was uns bis heute daran fasziniert – und was sie anders machen würde als der »rasende Reporter«.

    »Das sind ganz tolle Texte. Interessanterweise war Egon Erwin Kisch auch ein Kriminalreporter. Er ermittelte regelrecht. Und manchmal wandte er dabei Methoden an, die uns heute stark verwundern.« Sabine Rückert

    Wenn in der Zeitung von heute schon der Mord von morgen steht, kann da nur der »rasende Reporter« am Werk gewesen sein …

    Die vielfach ausgezeichnete Gerichts- und Kriminalreporterin Sabine Rückert ist Redakteurin für besondere Aufgaben (ZEIT Verbrechen). Der gleichnamige True-Crime-Podcast gehört seit Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Podcasts. 2020 wurde er als »Beste journalistische Leistung« gewürdigt, 2024 in Form einer Miniserie verfilmt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen geht Sabine Rückert regelmäßig auf Deutschlandtournee und füllt große Veranstaltungshallen.

    Foto: Vera Tammen

    Evangelisches Ratsgymnasium – Haus am Breitstrom,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Knut Elstermann

    Knut Elstermann

    Erfurter Frühlingslese

    Axel Prahl: “Was man liebt, braucht Zeit“

    Die (Auto)Biografie des beliebten Schauspielers, Musikers und
    Entertainers Axel Prahl mit zahlreichen persönlichen Anekdoten und intimen Einblicken in sein Leben.

    Sonntagabend, 20:15 Uhr: Deutschland versammelt sich vor dem Fernseher. Und wenn man Glück hat, spielt der Tatort in Münster, denn dann kann man einen der ungekünstelsten Schauspieler Deutschlands erleben. In seiner Rolle als Kriminalhauptkommissar Frank Thiel sorgt Axel Prahl für die höchsten Einschaltquoten aller zeitgenössischen deutschen Fernsehserien, doch dass er nicht nur bei seinem Publikum beliebt ist, sondern auch bei den diversen Kolleg*innen und in seinem privaten Umfeld, beweist dieses Buch von Knut Elstermann, welches sich aus persönlichen Texten, Beobachtungen und Interviews mit Mutter Rita, Schauspielkollegin Katharina Thalbach, Jan Josef Liefers, Regisseur Andreas Dresen und Axel Prahl höchstpersönlich zusammenfügt.

    Die Collage erzählt von Prahls Herkunft, Kindheit und Jugend, seinen ersten Erfahrungen am Theater, von seiner Musik und seinen Texten, von Freundschaft und Liebe. Entsprechend vervollständigt das Buch die öffentliche Darstellung des Schauspielers, die nur einen Bruchteil seiner Persönlichkeit abbildet, zu einem vielseitigen Porträt, das ihm viel mehr gerecht wird.

    Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitet seit der Wende als freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste.

    Moderation: Marion Brasch

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Tine Acke

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Sarah Bosetti

    Sarah Bosetti

    Erfurter Frühlingslese

    Make Democracy Great Again

    Was verbindet einen AfD-Wähler und eine Klimaaktivistin? Die Angst, dass die Welt, wie sie ist, untergehen wird. Von wegen gespaltene Gesellschaft! Egal, ob rechts oder links, „alter weißer Mann“ oder junge “woke“ Frau, Lastenradfan oder Impfgegner: Wir sind vereint in unserer Angst vor einer düsteren Zukunft. Kein Wunder, immerhin leben wir in einem Gruselkabinett aus Donald Trump, Klimawandel, Alice Weidel und Genderstern. Für alle ist etwas zum Fürchten da.
    Doch Sarah Bosetti hat keine Lust auf Angst und Trübsal. Und sie hat eine bessere Idee! Wenn/uns die Zukunft, wie sie gezeichnet wird, nicht gefällt, dann sollten wir uns eine schönere/malen und darauf hinarbeiten. Wenn niemand mehr Bock auf Demokratie hat, sollten wir sie/nicht aufgeben, sondern besser machen.
    “Make Democracy Great Again!“ ist ein lustiges, bissiges und aufrüttelndes Plädoyer für die Rettung der Demokratie. Sarah Bosetti gibt Politikern Kommunikationsnachhilfe – indem sie ihre Aussagen in das übersetzt, was sie/eigentlich/sagen wollen -, erfindet die schönsten Fake News, schreibt reflektierte Demoplakate und zeigt, wieso es ein Privileg ist, vom Sofa aufstehen zu dürfen.

    Sarah Bosetti ist Satirikerin, Autorin, Lyrikerin und Feministin wider Willen. Sie schreibt und/moderiert die monatliche Late Night Show “Bosetti Late Night“ (3sat), das wöchentliche/Satireformat “Bosetti will reden!“ (ZDF) sowie den extra3-Podcast “Bosettis Woche“ (NDR)/und ist regelmäßig auf Live-Tour im gesamten deutschsprachigen Raum. Sie wurde bereits u.a./mit dem Grimmepreis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem/Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik und dem Dieter-Hildebrandt-Preis ausgezeichnet.

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Anne Wilk

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Preisverleihung

    Preisverleihung

    Erfurter Frühlingslese

    Junge Texte aus Thüringen – Eobanus Hessus Preisverleihung 2025/26

    Was bewegt die jungen Thüringer:innen?
    Darum geht es beim Eobanus-Hessus-Schreibwettbewerb. Wer zwischen 15 und 35 Jahre alt ist und in Thüringen lebt, konnte mit Prosatexten oder Gedichten am Wettbewerb teilnehmen. Hauptsache, das Geschriebene ist selbstverfasst. Den Gewinner:innen der Haupt- und Förderpreise wird nun im Rahmen der Erfurter Frühlingslese eine Bühne gegeben, auf der sie Ihre Texte vorlesen und mit Julia Maronde ins Gespräch kommen. Alle, die gerne neue, junge Stimmen aus Thüringen hören und die süße Rampensau für die beste Lese-Performance des Abends vergeben möchten, sind herzlich eingeladen.

    Gefördert von der Stadt Erfurt
    Weitere Partner sind die Sparkasse Mittelthüringen, die Buchhandlung Hugendubel, die Literarische Gesellschaft Thüringen, der Thüringer Literaturrat und der Schriftstellerverband Thüringen. Als Medienpartner sorgt die “Thüringer Allgemeine“ für die nötige Öffentlichkeit.

    Moderation: Julia Maronde

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Karsten Krampitz

    Karsten Krampitz

    Erfurter Frühlingslese

    Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

    Die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR: die »Krüppelkommune« von Hartroda

    Arnstadt, Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche – das alte Pfarrhaus in Hartroda, im Altenburger Land. So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Die einen bekommen Hilfe, die anderen Asyl – vor der Schinderei im Staatsbetrieb, vor einem Leben im stupiden Kreislauf von Arbeiten, Saufen, Schlafen. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird – Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit. Unter dem Schirm der Kirche wird sie, so scheint es zumindest, vom DDR-Apparat in Ruhe gelassen. Intellektueller Kopf der Gemeinschaft ist Gruns. Er wird vom schweigsamen Mozek gepflegt, der vom Dachboden aus internationale Fernschachturniere bestreitet und sich über seine Vergangenheit bedeckt hält. Denn Mozek, ehemaliger Grenzer, ist auf der Flucht vor der eigenen Schuld.
    Ich hab meine Sache auf nix eingestellt / auf gar nix, überhaupt nix, heißt es in einem Lied der Band Mischpoke, die zum Freundeskreis der Kommune gehört. Als die DDR zusammenbricht, wird deutlich, dass es auch die Mauer war, die die Gemeinschaft von Hartroda zusammengehalten hat.

    Karsten Krampitz/(*1969 in Rüdersdorf) ist Autor, Historiker und Journalist. Er schrieb für Straßenzeitungen, war an der Besetzung von Luxushotels beteiligt und promovierte zur Rolle der Kirche in der DDR. 2009 gewann er beim Bachmann-Wettbewerb den Publikumspreis. Für die Arbeit an diesem Roman erhielt er das Berliner Senatsstipendium für Literatur, das Literaturstipendium des Freistaats Thüringen und ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds./Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung/wurde 2025 von der Kaspar Hauser Stiftung mit dem Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben ausgezeichnet.

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Uli Decker

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Cecelia Ahern

    Cecelia Ahern

    Erfurter Frühlingslese

    Ein Herz aus Papier und Sternen

    Pips Leben hat enge Grenzen. Jahrelang bleiben ihre Träume nur Träume, macht sie sich selbst stets klein, so wie die filigranen Origami-Kunstwerke, die sie heimlich in ihrem Zimmer anfertigt. Erst eine unerwartete Begegnung schenkt ihr Hoffnung: Ein Astronom aus der örtlichen Sternwarte lehrt sie, zu den Sternen zu blicken und damit auch ihre Welt ganz neu zu sehen. Viel größer und schöner, als sie es sich je vorgestellt hat. Und vielleicht wartet darin sogar jemand auf sie. Wenn sie den Mut findet, ihr Herz zu öffnen.
    Pip hat nie aufgehört zu träumen – doch jetzt ist es Zeit, wirklich zu leben und vielleicht sogar zu lieben.

    Cecelia Ahern ist eine irische Romanautorin. Ihr Debütroman “PS: Ich liebe dich“ wurde 2004 veröffentlicht und war ein internationaler Bestseller. Er wurde mit Hilary Swank in der Hauptrolle verfilmt. Ihr zweiter Roman “Für immer vielleicht“/wurde als/Love, Rosie/mit Lily Collins in der Hauptrolle…

    Foto: Barry McCall

    Zentralheize,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Leon Engler

    Leon Engler

    Erfurter Frühlingslese

    Botanik des Wahnsinns

    Von einem, der auszog, um nicht verrückt zu werden

    Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch.
    Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung.

    Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. ›Botanik des Wahnsinns‹ ist sein Debütroman.
    Foto: Niklas Berg

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Michel Friedman

    Michel Friedman

    Erfurter Frühlingslese

    Mensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten

    Ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten

    “Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, weil die Demokratie, die mir das Leben ermöglicht hat, zerbröselt.“
    Demokratie ist nie statisch, sondern dynamisch. Sie lebt durch die Menschen, die ununterbrochen an ihr arbeiten. Wer wüsste das besser als Michel Friedman. Er ruft dazu auf, endlich zu handeln – für Freiheit und Menschenrechte. Mit klaren Analysen entlarvt er die Gefahren von Resignation, mediengetriebener Sensationslust und unerfüllten Versprechen. Dieses Buch fordert heraus, irritiert und inspiriert zugleich. Es ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist. Wer jetzt nicht eingreift, macht sich zum Komplizen.
    In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von “illiberalen Demokraten“ übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, ruft Michel Friedman dazu auf, nicht nur mutig zu diskutieren, sondern zu handeln.
    Michel Friedman, geb. 1956 in Paris, ist Rechtsanwalt, Philosoph, Publizist und Moderator. Von 2000 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Herausgeber der Wochenzeitung/Jüdische Allgemeine/sowie von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses. Er engagiert sich gegen Rechtradikalismus und für die Integration Geflüchteter.
    Seit 2016 ist er Honorarprofessor und leitete bis 2022 das von ihm mitbegründete Center for Applied European Studies an der Frankfurt University./Er moderiert u. a. die Sendung “Auf ein Wort“ bei der Deutschen Welle sowie die Veranstaltungsreihen “Friedman im Gespräch“ im Berliner Ensemble und “Denken ohne Geländer“ im Jüdischen Museum Frankfurt am Main. Er ist Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und Herausgeber des jüdisch-liberalen Magazins/Aufbau.
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    Moderation: in Klärung

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Nicci Kuhn

    Atrium der Stadtwerke,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Vanessa Göcking

    Vanessa Göcking

    Erfurter Frühlingslese

    Die Liebe in dir

    Über das Geschenk der Selbstliebe und den Zauber des Neubeginns

    Nach Kathys Trennung scheint ihre Welt in Trümmern zu liegen. Sie fühlt sich verloren und zweifelt, ob sie jemals wieder das Glück der Liebe erfahren wird. Doch dann beginnt eine Reihe von geheimnisvollen Postkarten ihren Briefkasten zu füllen, offenbar versehentlich an ihre Adresse gesendet und voller Geschichten über exotische Orte und aufregende Abenteuer. Getrieben von einer unerklärlichen Sehnsucht, folgt Kathy den Spuren der unbekannten Geschichtenerzählerin …

    Eine bezaubernde Erzählung über die Wiederentdeckung der eigenen Kraft und die Schönheit, die in jedem von uns verborgen ist.

    Vanessa Göcking ist mehrfache SPIEGEL Bestsellerautorin und Gründerin des VANI Verlags, in dem sie gezielt weibliche Stimmen und Perspektiven fördert. Wenn sie nicht gerade selbst schreibt oder neue Buchprojekte plant, verbringt Vanessa ihre Zeit gerne in der Natur, begleitet von ihrem treuen Labrador Henry, oder schmiedet Pläne für ihr nächstes großes Reiseabenteuer. Ihre Werke sind geprägt von Mut, Lebensfreude und einer tiefen Liebe zu den kleinen und großen Geschichten des Lebens.

    Foto: Christopher Schmid

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Die Correctiv Story

    Die Correctiv Story

    Erfurter Frühlingslese

    Ein Buch für alle, die an die Kraft von Wahrheit glauben.

    “Die CORRECTIV-Story“ ist ein journalistischer Erlebnisbericht, ein Werkstattbericht über den Medienwandel und ein Aufruf, sich einzumischen. Die Lesenden erfahren, wie investigatives Arbeiten heute funktioniert, wie sich journalistische Formate verändern müssen – und uns das alle angeht. “Die CORRECTIV-Story“ ist zugleich auch eine sehr persönliche Geschichte über Aufbruch, Inspiration und Wirkungskraft. Sie zeigt, wie jeder Mensch in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft für die Demokratie einstehen kann. Gründer und Publisher David Schraven schreibt dabei mit großer Offenheit über seinen eigenen Weg: die Wurzeln im Ruhrgebiet, wiederkehrende Zweifel, aber auch über die Überzeugung, dass unabhängiger Journalismus mehr ist als ein Beruf – sondern eine Mission. “Im Kampf um die Demokratie gibt es keine Teilnehmerurkunde für den zweiten Platz“, schreibt er. “Es gibt nur einen Sieg oder gar nichts.“

    Die neue Publikation des CORRECTIV Verlags richtet sich an Medieninteressierte, Demokraten, Journalistinnen und alle, die verstehen wollen, wie investigativer Journalismus in Deutschland funktioniert – und warum er heute wichtiger ist, denn je.

    Vor über zehn Jahren startete CORRECTIV mit sieben Mitarbeitenden – heute arbeiten mehr als 180 Menschen für das größte gemeinwohlorientierte Medienhaus im deutschsprachigen Raum. “Die CORRECTIV-Story“ erzählt von Rückschlägen und Gegenwind, aber auch von großen Erfolgen – etwa der Recherche “Geheimplan gegen Deutschland“, die 2024 bundesweit einen beispiellosen politischen Aufruhr entfachte.

    Justus von Daniels, seines Zeichens Chefredakteur der Recherche-Redaktion von CORRECTIV, stellt in Erfurt die CORRECTIV-Story vor und gibt Einblicke in den spannenden Alltag investigativer Journalist:innen.

    In Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen

    Foto: Ivo Mayr

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Peggy Mädler

    Peggy Mädler

    Erfurter Frühlingslese

    Selbstregulierung des Herzens

    Über Liebe und Freundschaft in einer Welt, die Vertrauen nicht kennt

    Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen. „Selbstregulierung des Herzens“ entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
    Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
    Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.

    Peggy Mädler,/1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman/Legende vom Glück des Menschen, für/Wohin wir gehen/(2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch/Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat/von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.

    Foto: Wenke Seemann

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Emily Bähr

    Emily Bähr

    Erfurter Frühlingslese

    Gilded Ruin – Gods of New Olympia

    Die großen Drei müssen sterben. Und er wird mir die Klinge reichen oder mit ihnen untergehen.
    In New Olympia gibt es keine Regeln, nur eines zählt: Macht. Die schillernde Stadt der Götter gilt als Ort der Schönen und Reichen, während abseits ihres Scheins die Ärmsten tagtäglich ums Überleben kämpfen. Eine von ihnen ist Briar, doch seit dem Tod ihrer Familie sorgt sie sich nicht mehr um ihre eigene Sicherheit. Stattdessen hat sie Rache geschworen. Zeus, Hades, Poseidon. Die Herrscher von New Olympia müssen sterben – selbst, wenn es sie ihr Leben kostet. Um in ihre Nähe zu gelangen, muss sie sich einen Platz in der High Society rund um das Pantheon sichern und darf dabei auf keinen Fall auffallen. Doch schnell zieht Briar die Aufmerksamkeit von Phobos auf sich. Der Gott der Angst ist tückisch, verstörend attraktiv und könnte zu einem mächtigen Verbündeten werden – oder ihrem Untergang …

    Zwischen Narnia und Westeros lebt Emily Bähr im magischen Nordirland, wo sie als Grafikdesignerin den Lebensunterhalt für sich und ihre Katzen verdient. Als bekennender Nerd liebt sie Science-Fiction, Kinobesuche und Pokémon und würde bei der ersten Gelegenheit auf den Mars auswandern. Da dies allerdings unwahrscheinlich ist, flüchtet sie sich in die fantastischen Welten in ihrem Kopf, während sie im Schutz der Nacht Wikipedia nach unnützem Wissen durchforstet. Mit ihrer “Chosen“-Dilogie eroberte sie auf Anhieb die “Spiegel“-Bestsellerliste.

    Foto: privat

    Buchhandlung Hugendubel,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Irina Scherbakowa

    Irina Scherbakowa

    Erfurter Frühlingslese

    Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen

    Irina Scherbakowa/erzählt in ihrem neuen Buch von den kurzen Jahren der/Perestroika. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Scherbakowas Thema ist auch ihre bis heute/andauernde aktive politische Tätigkeit/und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur. Ihre beeindruckenden/Moskauer Erinnerungen/sind dicht verwoben mit der/Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert/und ihrem lebenslangen Kampf/gegen Staatsterror und für die Erinnerung.
    /
    Irina Scherbakowa, geboren 1949 in Moskau, ist eine Historikerin und Publizistin. Sie arbeitete als Redakteurin und Übersetzerin deutscher Literatur. Seit Anfang der 1980er Jahre führte sie Gespräche mit GULAG-Überlebenden und leitete ab Gründung von Memorial (1989) die Bildungsarbeit der russischen Menschenrechtsorganisation, vor allem den Geschichtswettbewerb. Forschungsaufenthalte führten sie nach Berlin, Wien, Salzburg und Jena. 2021 liquidierte das Putin-Regime die NGO, 2022 erhielt Memorial gemeinsam mit einer ukrainischen und einer belarussischen Organisation den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr verließ Scherbakowa ihr Heimatland und lebt heute in Berlin und Tel Aviv. Sie ist Vorstandvorsitzende der in Berlin gegründeten Exilorganisation Zukunft Memorial, gehört dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald an und ist Ehrenmitglied des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin

    In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung / Landesbüro Thüringen

    Foto: Doro Zinn

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Valeria Anselm

    Valeria Anselm

    Erfurter Frühlingslese

    Das ist (nicht) mein Zuhause – Leaving Care

    Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nicht bei der eigenen Familie aufwächst? Wenn das Wort “Zuhause“ mehr Fragen als Antworten aufwirft?
    Valeria Anselm ist eine junge Autorin mit einer bemerkenswert klaren Stimme und einem tiefen Anliegen: Sie schreibt über das Aufwachsen außerhalb der eigenen Familie – über das Leben in Wohngruppen, über das Jugendhilfesystem, über das, was oft übersehen wird. Mit gerade einmal 18 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch “Das ist (nicht) mein Zuhause“, das ursprünglich für die anderen Kinder in ihrer Wohngruppe gedacht war und inzwischen im Walhalla Verlag erschienen ist.
    In ihren Texten verbindet Valeria persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Kritik und gibt jenen eine Stimme, die oft nicht gehört werden. Sie spricht offen über Einsamkeit, über das Gefühl des Verlorenseins, aber auch über Hoffnung, Freundschaft und die Kraft, sich selbst zu behaupten. Ihre Worte sind eindringlich, authentisch und berührend – sie treffen mitten ins Herz.

    Valeria Anselm ist nicht nur eine Autorin, sondern auch eine Botschafterin für mehr Menschlichkeit, Verständnis und Veränderung. Ihre Lesungen sind bewegend, ihre Gespräche inspirierend – und ihre Geschichte ein Aufruf, genauer hinzusehen.

    Jede:r ist zu dieser Lesung willkommen!

    Gefördert wird die Veranstaltung vom Careleaver-Zentrum Thüringen (CLZT). Das CLZT unterstützt Thüringer Careleaver*innen, die Hilfe, Beratung oder Begleitung brauchen und sich gern engagieren, vernetzen und mit anderen Careleaver*innen austauschen wollen. Es richtet sich aber auch an Menschen und Institutionen, die mit Careleaver*innen in Kontakt stehen und die sich gemeinsam Gedanken machen wollen, wie Angebote und Übergänge besser gestaltet werden und junge Volljährige/ Careleaver*innen in Thüringen zukünftig noch mehr Unterstützung finden können.

    Das Careleaver-Zentrum Thüringen ist ein Projekt des Jugendberufshilfe Thüringen e.V.; gefördert durch die Drosos Stiftung und den Freistaat Thüringen.

    Foto: privat

    Haus Dacheröden,Erfurt
    Frühlingslese 2026
  • Jasmin Schreiber

    Jasmin Schreiber

    Erfurter Frühlingslese

    Da, wo ich dich sehen kann

    Die neunjährige Maja wächst in einer zerrütteten Familie auf – ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt. Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt – für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
    Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört.
    Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.
    Ein Roman über das Echo von Gewalt, über strukturelles Versagen – und darüber, wie eine Gemeinschaft ins Wanken gerät, wenn ein Femizid alles erschüttert. Erzählt aus mehreren Perspektiven entfaltet sich das Panorama einer Familie im Ausnahmezustand und einer Gesellschaft, die dem strukturellen Kern der Gewalt noch immer ausweicht.
    Foto: Jasmin Schreiber

    Kalif Storch,Erfurt
    Frühlingslese 2026