KulturArena Jena 2026
Lass dich nicht ficken! Zu stark der Ausdruck? Eher ausdrucksstark! Geschmeidige sechzehnmal singt Bosse im fast schon Chanson-artigen Stil das Wort “ficken“ in seinem selbst ernannten Lieblingssong, der in den letzten Monaten viral ging. Und es ist kein einziges Mal zu viel. Manchem Drama muss man mit Drama begegnen.
Das Lied greift die tiefen Abgründe von Hass und Hetze im Netz auf und ermutigt unzählige Menschen, sich gegen diesen gefährlichen Trend zu wehren. “Digitale Gewalt ist Gewalt.“ macht der Singer-Songwriter klar- und gibt damit erneut einem wichtigen Thema seine Stimme.
Und damit ist auch schon die nächste Frage geklärt: Braucht es ein fünftes Mal BOSSE auf dem Theatervorplatz in Jena? JA! Warum? Es sind zum einen seine Botschaften: So lange dieser charismatische Ausnahmekünstler neue und wichtige davon im Gepäck und obendrein Bock hat, sie mit uns zu teilen, gehört er auf die Bühne der Kulturarena. Dazu bringt er auch gleich sein taufrisches, zehntes Album im vertrauten Pop und Indie-Rock mit: “Stabile Poesie“ – und das kann sich hören lassen!
Bosse imponiert nicht nur mit Haltung zu politischen und gesellschaftlichen Themen, sondern auch durch sein Engagement für wichtige Hilfsprojekte. Er passt zur Arena – und in die Welt. Und live gibt er sowieso alles: Seine explosive Performance ist legendär, und die Erfahrung zeigt: Ein BOSSE-Konzert besucht man nie nur einmal.
Hinter den Kulissen ist Axel Bosse übrigens auch nicht verkehrt (und wir haben diverse Vergleiche). Kaum eine Großproduktion ist so liebevoll und entspannt, wie eine mit ihm und seinem Team. Was er auf der Bühne besingt, wird auch abseits davon gelebt: Respekt, Liebe, Verständnis und jede Menge Optimismus. Kein Platz für Allüren, alle packen an, die Gespräche sind warmherzig und locker. Kein Scheiß! Und das unumstößliche letzte Argument: JENA liebt BOSSE! Bei der jährlichen Umfrage, wen sich das Publikum für die Kulturarena wünscht, wird er regelmäßig an die Spitze gewählt. Und wenn der Herzenswunsch passt – dieses Jahr passt er – sagen wir gerne: Willkommen zurück!
Foto: Rufus Engelhard

