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Montag, 23. Dezember 2019 - Beginn: 20:00

ANGER 77 & Support

HsD - ehemals Gewerkschaftshaus
Juri-Gagarin-Ring 150
99084 Erfurt
ab 18,80 € *

''Das Monster lebt / und es geht ihm gut''ANGER 77, getragener und romantischer denn je.Wieder... mehr


''Das Monster lebt / und es geht ihm gut''ANGER 77, getragener und romantischer denn je.Wieder eingespielt als Quintett mit den neuen Musikern feiert das aktuelle Album ''Betrunken von der Liebe'' trotzig die Wiederentdeckung der eigenen Geschwindigkeit abseits des Tempos der industriellen Pop-Verwertung: ''Es ist wie es ist / egal wie ich's dreh'', singt Andreas Siegmund, ''ich komme meistens zu spät / auch wenn ich wirklich schnell geh / weil die Welt nun mal nicht auf mich wartet.'' Die Gitarre weint. Aber der Sänger klingt kein bisschen traurig. Rückblick: Die Kassetten waren eher zufällig im Gepäck, damals, 1993, beim ersten großen Auswärtsspiel. Fury In The Slaughterhouse hatten Anger 77 nach einem gemeinsamen Konzert in Erfurt eingeladen, als Vorgruppe mit auf Tournee zu gehen. Das Ergebnis war Abend für Abend dasselbe: Die Halle kochte, die Leute sangen mit. Sänger Andreas Siegmund, von allen nur Sigi genannt, Gitarrist René Koch und die anderen Bandmitgliederkamen hinter ihrem kleinen Verkaufsstand mit den Demokassetten nicht mehr mit dem Kassieren nach. Von diesem Tag an ging es im Grunde genommen nur bergauf. Das erste - selbstproduzierte - Album ''Gruppentherapie'' wird zum Geheimtipp. Es folgen mehr Konzerte - zum Beispiel als Support von Philip Boa und Gerhard Gundermann. Die Stars staunen: Kurze Sätze, große Kunst, verpackt in schichtweise gestapelten Fegefeuergitarren, tosende Melodien und verspielte Rhythmen. Mit ''Vielleicht" landet die Band einen ersten Radiohit. Dass da in der tiefsten Rock-Provinz etwas Großes wächst, bleibt auch den großen Plattenfirmen nicht verborgen. Das zweite Album ''Allein im Flugzeug'', eingespielt in Köln unter der Regie von Paul Grau (Selig) und Kai Wingenfelder (Fury), erscheint schon beim Major EMI. Und bekommt Lob von den Legenden: "Für mich die wichtigste deutsche Band der Zukunft", schwärmt BAP-Chef Wolfgang Niedecken. Die Medien tun sich trotzdem schwer mit Stücken wie der Selbstmordhymne "Vielleicht" oder ''Jugendbewegung'', der galligen DDR-Abrechnung, die zugleich als Antwort auf all die Traktate der ''Hamburger Schule'' gehört werden konnte. Anger 77 sind vielleicht zuviel Ost für den Westen. Haben zu wenig Hiphop für einen Hit. Zu viel Gitarre für die Hamburger Schule, zu wenig Englisch fürs Radio, zu viel Melodie für den Underground. ''Wir sitzen zwischen den Stühlen'', sagt Sänger Sigi, ''und da fühlen wir uns wohl.'' Beim nächsten Album ''Keine Angst'', produziert von Paul Grau und mit einem Gastauftritt von Helge Schneiders Keyboarder Buddy Casino veredelt, geht es dann zum Videodreh schon nach Amerika. Das Ergebnis läuft auf Viva und MTV. Anger 77 touren jetzt mit Lecker Fischbrät, spielen gemeinsam mit den Sportfreunden Stiller, Nina Hagen und Herbert Grönemeyer. Bei den Dreharbeiten zum BAP-Film ''Viel passiert'' stehen die fünf wieder vor der Kamera - diesmal für Regisseur Wim Wenders. Nach der Produktion der EP ''Gerade'' werfen Drummer Fabian Kendzia, sein Bruder Ludwig (git) und Basser Daniel Riethmüller das Handtuch. Ein Abschied nach acht Jahren, aber noch längst nicht das Ende der Band: René Koch und Andreas Siegmund beschließen, vorerst als Akustik-Duo weiterzumachen, sie touren durch winzige Klubs, spielen in Kneipen und Cafés. Die EP ''Morgen danach'' ist ein erstes Lebenszeichen. Leiser und intensiver als zuvor singt Andreas Siegmund vom Kater der enttäuschten Hoffnung und vom Frühling, der in der Luft liegt. Fünf Lieder, und kein Zweifel mehr: ''Das Monster lebt / und es geht ihm gut''.

Dauer der Veranstaltung: 3 Stunden


Montag, 23. Dezember 2019
Beginn: 20:00
Einlass: 19:00 Uhr
Museumskeller
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Veranstaltungshinweise
HsD - ehemals Gewerkschaftshaus
Juri-Gagarin-Ring 150
99084 Erfurt