Fake News, Phrasen, Widerworte.
Sonntag, 26. Mai 2019 16:00 Uhr | Ettersburg

Ettersburger Gespräch Harald Martenstein und Alexander Kissler Moderation: Peter Krause In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

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Christoph Prégardien -Tenor- und Daniel Heide -Klavier-
Freitag, 31. Mai 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Lieder eines fahrenden Gesellen Christoph Prégardien (Tenor) und Daniel Heide (Klavier) Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen, Ralph Vaughan-Williams Songs of Travel und ausgewählte Lieder von Franz Schubert. Der renommierte Tenor ist die deutsche Liedlegende. Liederabende führten und führen ihn nach wie vor zu allen großen Podien der Welt. Seine Diktion ist beispielgebend, seine Stimme hat ihr betörendes Timbre nie verloren. Im Gewehrsaal des Schloss Ettersburg ist er mittlerweile zum dritten Mal zu erleben. Seit seinem ersten Besuch im Lyrischen Salon 2012 hat das Duo Prégardien/Heide zahlreiche Liederabende in ganz Europa gegeben.

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Uwe Tellkamp
Sonntag, 2. Juni 2019 16:00 Uhr | Ettersburg

Lava Uwe Tellkamp und Gespräch mit Christoph Schmitz-Scholemann. Uwe Tellkampo wird aus seinem noch unveröffentlichten Rokan Lava lesen. Fabian Hoffmann, Nebenfigur im Turm, ist diesmal der Haupterzähler. Er ist Mitarbeiter der Tausendundeinenacht-Abteilung der Kohleninsel. Diese ist für Informationen an der Quelle zuständig und der Trevischen Nachrichten-Agentur zugeordnet. Fabian ist Mitarbeiter im Seeminen-Referat des Flottenamts von Treva, das, wie Dresden, am Elbischen Fluß mit seinen acht (Unterwelt-) Armen liegt, hinter den Sümpfen von Ostrom. Zwischen Treva und Dresden findet die Wiedervereinigung statt, Fabian erzählt von 2015 aus: in Form einer Chronik, erinnert sich in ''Sonden in die Vergangenheit'' an das Geschehen der Jahre 89 und folgende. Die Stimmung in Treva, anfänglich euphorisch, wird immer düsterer, alte Geschichten kommen in neuer Kleidung hervor. Fabian erzählt von einer Gesellschaft am Vorabend einer Diktatur.

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Über alte und neue Räume der Gewalt
Mittwoch, 5. Juni 2019 18:00 Uhr | Ettersburg

1919 ... 2019 ... Über alte und neue Räume der Gewalt Wolfgang Sobotka und Jörg Baberowski Moderation Peter Krause Mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

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Thomas Thieme
Mittwoch, 5. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Die Geächteten Thomas Thieme liest Ernst von Salomon. An der Bassgitarre Arthur Thieme Das Unbedingte, das war es, was wir vermissten. 1959, aus Anlass des 200. Schiller-Geburtstages, war Ernst von Salomon, eingeladen u.a. von Bodo Uhse, Ehrengast in Weimar; schon zuvor, mitten im Kalten Krieg, hatte er in der DDR aus seinem Erfolgsroman Der Fragebogen (1951) gelesen. Ernst von Salomon (1902-1972) gehört zu den umstrittendsten (politischen) Autoren im ''Jahrhundert der Extreme''. Der preußische Kadett und Freikorpkämpfer wurde als Beteiligter am Rathenau-Attentat zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, der Nationalrevolutionär, konservative Anarchist und Gegner der Weimarer Republik gehörte während der NS-Zeit zu den ''nicht ohne weiteres einzuordnenden Sonderfällen'' und hier zu den ''positiven'' (Carl Zuckmayer). Salomon engagierte sich in der BRD gegen die Wiederbewaffnung und galt sogar als ''Mann der Linken''. Der autobiografische Roman Die Geächteten, 1930 von Ernst Rowohlt veröffentlicht, zeigt das Leben einer entwurzelten, haltlosen, einer ''unbedingten'' Generation nach dem Großen Krieg. Robert Musil, ebenso beeindruckt von den Geächteten wie Alfred Döblin oder Alfred Kantorowicz, schrieb: ''Ernst von Salomons Buch überrascht durch die Begabung des Verfassers und packt auf das lebhafteste. Denn aus seinen jungen Menschen, die von fast ganz Deutschland seelisch geächtet worden sind, spricht eine mächtige melodische Energie, der bloß die richtige Fassung gefehlt hat.

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Ragna Schirmer
Donnerstag, 6. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Lieblingsstücke. Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann Ragna Schirmer spielt Werke von - Johann Sebastian Bach (Chromatische Fantasie und Fuge d-moll BWV 903) - Ludwig van Beethoven (Sonate op. 53 C-Dur Waldstein) - Clara Schumann (Scherzo c-moll op. 14) - Felix Mendelssohn (Rondo capriccioso op. 14) - Robert Schumann (Carnaval op. 9 in der Version von Clara Schumann Mit ihren unverwechselbaren Interpretationen genießt die Pianistin Ragna Schirmer höchste Anerkennung über die deutschen Grenzen hinaus. Den renommierten Leipziger Bachwettbewerb gewann sie - einzigartig in dessen Geschichte - gleich zweimal. Zahlreiche weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, begeisterte Rezensionen sowie zwei ECHO-Klassik sind Zeugnis einer außergewöhnlichen Karriere. Ragna Schirmer konzertiert in den wichtigsten Sälen in Europa, China und Neuseeland sowie bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling (artist in residence 2010), Beethovenfest Bonn, MDR-Musiksommer, den Haydn-Festspielen Eisenstadt und den Salzburger Festspielen. Sie musizierte u.a. mit Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Kurt Masur, Sir Neville Marriner, Herbert Blomstedt und trat mit Klangkörpern wie den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre National de France, Gewandhausorchester Leipzig und der Academy of St. Martin in the Fields auf.

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Viktoria Tolstoy
Freitag, 7. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Viktoria Tolstoy und Jakob Karlzon. Zum zweiten Mal in Ettersburg - und erneut mit dem herausragenden schwedischen Jazzpianisten und Komponisten Jakob Karlzon. Viktoria Tolstoy: eine künstlerische Ader hat Tradition in der Familie der schwedischen Sängerin. Ihr Ururgroßvater war der legendäre russische Nationaldichter Leo Tolstoi. Schon die sehr junge Viktoria machte ihren Weg durch die Stockholmer Jazzclubs und spielte mit führenden schwedischen Jazzern wie Svante Thuresson. 1994, mit 20, nahm sie ihr erstes Album auf. Zwei Jahre später, mit dem Album För Älskad wurde sie in ihrer Heimat über Nacht zum Popstar. Was den Boden bereitete für die Zusammenarbeit mit Esbjörn Svensson und e.s.t.: Er produzierte und schrieb die Songs für White Russian, die erste skandinavische Platte, die beim legendären Blue Note Label erschien. Auch Nils ''Mr. Red Horn'' Landgren produzierte und spielte mit ihr, und 2003 folgte sie ihm und Svensson zu ACT als exklusiv für dieses Label arbeitende Künstlerin. Seither hat sich Tolstoy als eine der führenden Stimmen des Gegenwartsjazz etabliert. Kristallklar, dynamisch, wild und vibrierend, trotzdem gleichzeitig prosaisch und erdverbunden - ihre Stimme ist vielleicht die brillanteste aller skandinavischen Sängerinnen: Wenn Viktoria Tolstoy einen Song vorträgt, interpretiert sie ihn nicht einfach, sie formt und prägt ihn auf einzigartige Weise.

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Petra Schmidt-Schaller
Samstag, 8. Juni 2019 15:00 Uhr | Ettersburg

Demian Petra Schmidt-Schaller liest Hermann Hesse. Am Saxophon Robert Fränzel. ''Das war der Blick Demians. Oder es war der, der in mir drinnen war. Der, der alles weiß.'' 1919 veröffentlichte Hermann Hesse (1877 - 1962) Demian. Die Geschichte einer Jugend, allerdings unter dem Pseudonym Emil Sinclair. Hesse wählte ''Sinclair'' in Anspielung auf Isaac von Sinclair. Dessen Freundschaft zu Friedrich Hölderlin darf als Vorbild für den Roman gesehen werden, in dem das Verhältnis zwischen Sinclair und dem titelgebenden Max Demian als vermeintliche Autobiografie eines Kriegsversehrten geschildert wird. Dessen Sinnsuche mit neuen lebensphilosophischen Ansätzen wurde zum Manifest einer verstörten Generation. Hesses Bildungsroman, der zu psychoanalytischer Interpretation durchaus einlädt, erlebte in einer Zeit extremer Umwälzung eine stürmische Aufnahme in Deutschland; Thomas Mann etwa verglich seine Wirkung mit jener von Goethes Werther: Demian wäre ''eine Dichtung, die mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit traf und eine ganze Jugend, die wähnte, aus ihrer Mitte sei ihr ein Künder ihres tiefsten Lebens entstanden, zu dankbarem Entzücken hinriss''.

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Charles Pasi
Samstag, 8. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Joseph Champagnon (guit.), Sébastien Levanneur (bass), Pity Cabrera (keyb.), John Grandcamp (drum) Als er zum ersten Mal Dylans Mr. Tambourine Man hörte, war Charles Pasi fasziniert vom Klang einer Mundharmonika. Seitdem setzt der Franko-Italiener, Jahrgang 1984, das Instrument in vielen seiner Songs ein. Die Mundharmonika wird vor allem im Blues und im Folk benutzt, doch Pasi lässt sich auf keine Kategorie festlegen. ''Sperrt mich ja nicht in einen Käfig. Ich bin kein Soul- oder Blues-Man. Kein reiner Jazzer, auch kein Rocker'', sagt er. Er braucht keine Schublade, das Entscheidende ist seine Stimme. ''Ich versuche, alles auf natürliche Art und Weise miteinander zu kombinieren. Auch Blues und Jazz haben fremde Einflüsse, zum Beispiel afrikanische und europäische. Wenn ich komponiere, ist alles sehr visuell. Meine Musik entspricht dem Originalsong meines Lebens. Man kann sie mit einem Tagebuch vergleichen, welches ich nie geschrieben habe.'' Im vergangenen Jahr erschien auf dem Blue-Note-Label Pasis Album ''Bricks''. Es zeigt ein facettenreiches Potpourri aus Jazz, Blues, Pop und Soul und präsentiert einen Sänger mit einer rauen Stimme, Songs mit sehr reflektierten Texten und ausgefeilten Arrangements.

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Andrej Gologan
Sonntag, 9. Juni 2019 11:00 Uhr | Ettersburg

Building Bridges I Der András-Schiff-Stipendiat spielt - Joh. Seb. Bach (Partita G-Dur) - George Enescu (Suite Nr. 2, op. 10 D-Dur) - Wolfgang Amadeus Mozart (Fantasie in D-moll, KV. 397) - Ludwig van Beethoven (Fantasie in G-moll, op. 77) - Joseph Haydn (Fantasie in C-Dur, Hob. XVII: 4) - Robert Schumann (Sonata Nr. 2 Op. 22 in G-moll, mit dem 4. Satz aus der ersten Fassung) András Schiff mag keine Musikwettbewerbe: ''Musik ist kein Sport, die Beurteilung einer Aufführung ist subjektiv.'' Deshalb hat er die Reihe ''Building Bridges'' ins Leben gerufen, die dauerhaftere und persönlichere Verbindungen schaffen soll als ein Wettbewerbssieg. Jede Saison lädt er in ihrem Rahmen drei junge Pianisten ein, die ihm im Rahmen seiner weltweiten Meisterklassen oder bei Vorspielen aufgefallen sind und entwickelt mit ihnen jeweils ein individuelles Konzertprogramm. Auch 2019 sind wieder zwei ''Building Bridges''-Musiker der aktuellen Saison in Ettersburg zu hören. Andrei Gologan wurde 1992 in Rumänien geboren und wuchs in einer Familie auf, in der seine Liebe zur Musik und sein musikalisches Talent gefördert wurden. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er mit 5 Jahren. Bereits 6 Monate später spielte er auf der Bühne der Musikschule in seiner Heimatstadt Stücke von Czerny, Beethoven und Schumann. In den kommenden Jahren erweiterte er seine Ausbildung durch Studium bei dem Pianisten Iulian Arcadi Trofin und gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben. Mit 14 Jahren hatte Andrei sein Orchesterdebüt mit dem Orchester der Philharmonie der Stadt Bacau. Es folgten zahlreiche solistische und kammermusikalische Auftritte in Rumänien, Italien, Schottland, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Schweiz, Österreich und in den USA. 2009, mit nur 16 Jahren wurde Andrei Jungstudent an der ''Universität Mozarteum Salzburg'' in der Konzertfachklasse von Prof. Pavel Gililov. Meisterkurse mit Robert Levin, Gidon Kremer, Hung-Kuan Chen, Gabor Takács-Nagy, Thomas Adès, Ferenc Rados und Pamela Frank ergänzten seine Ausbildung. Andrei Gologan ist Preisträger von vielen internationalen Klavierwettbewerben, wie International Piano Competition in memory of V. Horowitz - Kiev, International ´Piano Campus´ Competition - Paris oder Lions European Piano Competition - Istanbul. Höhepunkte der vergangenen Jahre sind Rezitaldebuts im Alban Berg Saal des Stiftes Ossiach und im Wiener Rathaus. Beim Salzburger Kammermusikfestival spielte Andrei Gologan Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester gemeinsam mit dem Sándor Végh Kammerorchester und dem ersten Trompeter der Wiener Philharmoniker, Hans Gansch. Die Highlights im Jahr 2017 waren Solodebüts im Herkulessaal, München und im kleinen Saal des Athenäums, Bukarest. Gemeinsam mit seiner Partnerin, Roxana Circiu, ist Andrei seit 2017 Leiter des Salzburger Klavierfestivals Mozart Matineen.

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Anna Ternheim
Sonntag, 9. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Solo-Clubkonzert

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Liszt Trio Weimar
Montag, 10. Juni 2019 11:00 Uhr | Ettersburg

... habe Liszt das schönste Urteil über Schumann gegeben Werke von Robert Schumann und Franz Liszt

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Ulrike Folkerts und Clemens von Ramin
Montag, 10. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Die Blechtrommel Ulrike Folkerts, Clemens von Ramin und Stefan Weinzierl Aus dem Auftakt (1959) der Danziger Trilogie von Günter Grass (1927-2015). Heute gilt die Blechtrommel als Jahrhundertwerk, der Erfolg des Romans verhalf der deutschen Nachkriegsliteratur über die Grenzen hinweg zu Aufmerksamkeit. Szenische Bühnenumsetzungen von Günter Grass' frühem Monumentalwerk tun sich schwer. Wie soll man einen Roman, in dem der Held zur Hälfte aus der Ich-Perspektive erzählt, zur anderen Hälfte von sich selbst in der dritten Person berichtet, auf der Bühne umsetzen? Die Idee des Schlagzeugers Stefan Weinzierl ist herausfordernd: Ausgewählte Szenen untermalt er atmosphärisch und gibt den facettenreichen Klangfarben seines großen Schlaginstrumentariums auch immer wieder einen solistischen Platz. So erhält der Romantext im Dialog zwischen Ulrike Folkerts und Clemens von Ramin eine dramaturgische Tiefe und würdigt die Sprachgewalt des Romanautors Grass: Die Ausdruckskraft der gesprochenen Texte verbindet sich mit dem einzigartigen Klangspektrum von Marimba, Vibraphon, Perkussion und Live-Elektronik hin zu einem gemeinsamen Text-Musik-Erlebnis.

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Friend'n Fellow meets Reentko
Dienstag, 11. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Travelers

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Marialy Pacheco und Max Mutzke
Mittwoch, 12. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Marialy Pacheco trifft Max Mutzke Kompetenz und Musikalität treffen sich zu einem Zusammenspiel und Rendezvous der besonderen Art. Der Titel des Programms bringt das Konzept auf den Punkt: ''DUET''! So sachlich und nüchtern er auch klingen mag - dahinter verbirgt sich mehr, sehr viel mehr. Bei keiner anderen Besetzungsgröße werden mit solcher Beharrlichkeit Begriffe aus dem menschlichen Leben angeführt: Von ''Nacktheit'' ist da häufig die Rede, von ''Intimität'', von ''Dialog'' oder ''Zwiegespräch'', gar von einer musikalischen ''Zweierbeziehung''. Das Duo verspricht Kommunikation pur: Da unterhalten sich zwei Menschen und unterhalten dabei andere. Da wird erzählt, gefragt, geantwortet, widersprochen, ironisiert, geflirtet, Gedanken aufgenommen, weitergeführt, in eine andere Richtung gelenkt, da wechseln intime Momente mit engagierten Auseinandersetzungen. Es ist quasi die ''Höchste Kunst des Dialogs'' - die Fähigkeit, ein konstruktives Gespräch zu führen, nicht aneinander vorbeizureden, sich selbst einzubringen, ohne dabei den anderen zu dominieren. Genau diesen Dialog führen Marialy und Max und zelebrieren einen ''klingenden Gedankenaustausch''! Nie drängt sich bei Beiden der Eindruck auf, sich gegenseitig etwas beweisen zu müssen. Es geht um die Musik, ums Musikalische. Beide sind weitgereiste Künstler, die nicht nur an Jazz und Pop interessiert sind, sondern - an MUSIK. Marialy hat die Songs von Max auf ihre ganz eigene Art und Weise ganz exklusiv für dieses Duo arrangiert. Das Verbindende, Gemeinsame bei dieser Paarung ist genauso hörbar wie die Unterschiedlichkeit der Charaktere. Das Eine macht das Andere aber erst wertvoll.

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Anna Maria Jopek
Donnerstag, 13. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Anna Maria Jopek Quartett Krzysztof Herdzin (piano), Robert Kubiszyn (bass guitar), Piotr Nazaruk (voice, flutes, Polish folk instruments) ''Anna Maria Jopek setzt ihren Weg zu einem sicheren Platz in der Ruhmeshalle der modernen Jazz-Stimmen unaufhaltsam fort.'' - Jazzis.com Anna Maria Jopek aus Warschau zählt zu den erfolgreichsten Sängerinnen Polens, wo sie in ihrer 14-jährigen Karriere inzwischen jeden nur erdenklichen Musikpreis gewonnen hat. Die Weltklasse-Sängerin verkörpert vieles, was dem Musik-Mainstream heute fehlt: Klasse, Feingefühl und eine unverwechselbare künstlerische Handschrift. Aus diesem Grund findet ihre emotional anrührende Musik auch international eine große Resonanz und ihre viel beachteten Tourneen führten sie in alle wichtigen Konzerthäuser der Welt wie die New Yorker Carnegie Hall. Sie arbeitete mit internationalen Stars wie Sting und Bobby McFerrin zusammen und nahm 2002 ein gefeiertes Album mit Pat Metheny auf. Durch die Vielzahl an Einflüssen entzieht sich ihre zauberhafte Musik jeder Kategorisierung und verbindet elegant die Freiheit und Ausdrucksstärke des Jazz mit der Herzlichkeit polnischer Traditionals. Ihre enorme Schaffenskraft treibt sie dabei immer weiter voran. Im Herbst 2018 veröffentlichte Anna Maria Jopek ihr Album „Ulotne / Elusive, dass sie zusammen mit Branford Marsalis einspielte. Sie interpretieren slawische Motive in Skalen, Poetik und Stimmungen.

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Suzanne von Borsody und das Trio AZUL
Freitag, 14. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Frida Kahlo Suzanne von Borsody und das Trio AZUL (Anibal Civilotti, Omar Plasencia, Kurt Holzkämper). Mit ihrer unverwechselbaren sanften und rauen Stimme schenkt die große Schauspielerin Suzanne von Borsody im Zusammenklang mit der Musik des Ensemble AZUL dem ''Mythos Kahlo'' eine neue, unverfälschte Dimension. In Briefen, Gedichten und Tagebucheintragungen lässt sie die große Malerin zu Wort kommen. Es sind intime, offenherzige Bekenntnisse, die von großem Humor und unbändiger Lebensfreude, aber auch von innerer Zerrissenheit zeugen. Frida Kahlo erzählt mit ''dem Herz auf der Zunge''. Und die extreme Freiheit ihrer Sprache ist der erste Schritt zur bedingungslosen Aufrichtigkeit. So entsteht ein leidenschaftliches, ein spannendes musikalisch-literarisches Porträt. Hier kommt die berühmte mexikanische Malerin selbst zu Wort. Und nur sie. Und die fantasiereichen Zeugnisse eines außergewöhnlichen Lebens sind ein Genuss - nicht nur für Frida-Kahlo-Fans.

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Christian Friedel and Woods of Birnam
Samstag, 15. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Grace Christian Friedel, Philipp Makolies, Uwe Pasora, Ludwig Bauer, Christian Grochau Im Herbst 2018 veröffentlicht die Dresdner Band WOODS OF BIRNAM ihr bereits drittes Album Grace. Nach dem erfolgreichen, gleichnamigen Debüt aus dem Jahre 2014 und dem Nachfolger Searching for William (2017) inkl. Theaterabend und Doppel-CD im Hardcover und Buchformat, nach unzähligen Auftritten u.a. als Theaterband, kehren die WOODS nun als Liveband auf ihrer GRACE TOUR 2019 in die Clubs zurück. Im Sommer 2018 veranstalteten sie gemeinsam mit befreundeten Künstlern in Dresden ihr erstes eigenes Festival und spielten sich mit neuen Songs vor ausverkauftem Konzertplatz schon einmal warm. Im Januar 2019 spielen sie nun ihre erste Tour seit 3 Jahren und freuen sich u.a. auf das LIDO in Berlin und die Elbphilharmonie in Hamburg - und zum dritten Mal auf Ettersburg. Ihren atmosphärischen Pop erweitern die WOODS auf ihrem neuen Album mit elektronischen Elementen, Krautrock und Mut zur Opulenz. All das werden sie live umsetzen und natürlich mit ihren älteren Songs, wie dem ''Honig im Kopf''-Ohrwurm ''I'll Call Thee Hamlet'' verbinden.

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Itai Navon
Sonntag, 16. Juni 2019 11:00 Uhr | Ettersburg

Building Bridges II Der András-Schiff-Stipendiat spielt - Johann Sebastian Bach (Partita No. 3 in A minor, BWV 827) - Ludwig van Beethoven (Sonata in A major, Op. 101) - Johannes Brahms (4 Klavierstücke Op. 119) - Bela Bartók (Improvisations on Hungarian Peasant Songs) András Schiff mag keine Musikwettbewerbe: ''Musik ist kein Sport, die Beurteilung einer Aufführung ist subjektiv.'' Deshalb hat er die Reihe ''Building Bridges'' ins Leben gerufen, die dauerhaftere und persönlichere Verbindungen schaffen soll als ein Wettbewerbssieg. Jede Saison lädt er in ihrem Rahmen drei junge Pianisten ein, die ihm im Rahmen seiner weltweiten Meisterklassen oder bei Vorspielen aufgefallen sind und entwickelt mit ihnen jeweils ein individuelles Konzertprogramm. Auch 2019 sind wieder zwei ''Building Bridges''-Musiker der aktuellen Saison in Ettersburg zu hören.

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Sophie Zelmani
Sonntag, 16. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Sunrise Tour Die Popularität der schwedischen Singer Songwriterin mutet im Zeitalter der Dauer-Selbstdarstellung beinahe wie ein Anachronismus an: Obwohl die Direktheit ihrer Songs jede Grenze zwischen ihr und dem Publikum aufzuheben scheint, weiß man außerhalb der Musik nahezu nichts über die Privatperson Sophie Zelmani. Das wiederum ist nichts Neues, denn bereits seit sie 1995 mit ihrer Debutsingle Always You in ihrer Heimat ''über Nacht'' berühmt wurde, gelang es ihr, sich aus dem Scheinwerferlicht weitestgehend herauszuhalten und für einen Popstar ein von der Öffentlichkeit unbehelligtes Privatleben weiter führen zu können. Dennoch tat das ihrer Karriere keinerlei Abbruch, denn die meisten ihrer Alben schafften es in die schwedischen Top Five. Niemand versteht es besser, die dunklen Seiten der Liebe und des Lebens in gefühlvollen und melancholischen Songs zu beleuchten als Sophie Zelmani. Anfang 2019 veröffentlicht Sophie Zelmani ihr neues Studioalbum Sunrise und wird ihre Musik in gewohnt persönlicher, unaufdringlicher Intimität präsentieren. Und genau dieses Gefühl wird sie auch den Zuhörern auf ihren Konzerten geben.

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Rüdiger Safranski
Sonntag, 23. Juni 2019 16:00 Uhr | Ettersburg

Es vergeht, um wiederzukehren Rüdiger Safranski liest aus seiner unveröffentlichten Biografie. Und GESPRÄCH mit Jan Urbich

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Christian Brückner, Theresa Kronthaler und Daniel Heide
Sonntag, 23. Juni 2019 20:00 Uhr | Ettersburg

Das Geheime Deutschland. Zum 75. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 Christian Brückner (Sprecher), Theresa Kronthaler (Mezzosopran), Daniel Heide (Klavier) Texte von Friedrich Hölderlin, Karl Wolfskehl, Stefan George, Ernst Kantorowicz, Friedrich Gundolf, Max Kommerell, Claus von Stauffenberg. Musik von Arnold Schönberg ''Das Buch der hängenden Gärten von Stefan George für eine Singstimme und Klavier, op. 15'' und von Anton Webern ''Vier Lieder, nach Stefan George''. Am 20. Juli jährt sich das missglückte Attentat auf Hitler zum 75. Mal. Claus Schenk Graf Stauffenbergs Handeln hatte seine geistigen Voraussetzungen in einer Konzeption, die unter dem Wort ''das geheime Deutschland'' zusammengefasst werden darf. Diese ebenso geschichtsphilosophische Idee wie ästhetische Vorstellung hat eine lange intellektuelle Geschichte, kommt ausdrücklich bei Karl Wolfskehl im Jahr 1910 vor, ist der Titel eines wirkmächtigen Gedichtes von Stefan George (1922). Heute verdunkelt, ja vergessen, hat die Idee eines ''geheimen Deutschland'' mehr als nur den konservativen Widerstand gegen Hitler geformt. Der Abend bietet ein Wiederhören mit der vielleicht eindrucksvollsten deutschen (Sprech-)Stimme: Christian Brückner. Seit Jahrzehnten leiht er nicht nur Schauspielern wie Robert de Niro, Robert Redford oder Gerard Depardieu seine Stimme, er ist auch der große deutsche Poet, der mit seiner unverwechselbaren Art des Phrasierens die eine ganz betörende Magie zu Erzeugen versteht. Die deutsche Mezzosopranistin Theresa Kronthaler ist regelmässiger Gast verschiedener europäischer Opernbühnen und hat sich einen Ruf als Darstellerin besonderer Partien erworben.

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