Achava Festspiele

ACHAVA Festspiele Thüringen

Die ACHAVA Festspiele Thüringen zählen dieses Jahr zu den 100 innovativen Preisträgern des Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« 2018, worauf wir sehr stolz sind. Das Jahresmotto »Welten verbinden – Zusammenhalt stärken« realisieren die ACHAVA Festspiele schon seit dem ersten Tag, denn ACHAVA bedeutet auf Hebräisch »Brüderlichkeit«. In diesem Sinne und auf der Grundlage jüdisch-christlicher Ethik und europäischer humanistischer Werte bieten wir ein umfangreiches Angebot an Kunst und Kultur, um nachhaltiges Verständnis im Bereich interkultureller Begegnung zu fördern. Dies fängt bereits in den Schulen an, so dass das ACHAVA Schülerprogramm im Thüringer Landtag und an Thüringer Schulen ausgebaut wurde. Es war in den letzten drei Jahren immer wieder ein erfreuliches Erlebnis, zu sehen, wie Festival-Besucher in Konzerten neue Musikrichtungen und Künstler für sich entdeckten, durch Ausstellungen Lücken in der Geschichte füllen konnten und auf dem ACHAVA Straßenfest 2017 ihre Stadt ganz neu kennenlernten. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher in unserem neuen Festivalort Peterskirche auf dem Petersberg. Hier finden Konzerte, Podiumsgespräche und eine Ausstellung statt.

2015 fanden erstmalig die ACHAVA Festspiele Thüringen statt, um ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Dialog zu setzen. Die Ereignisse der jüngsten Zeit zeugen von neuen erheblichen Spannungen zwischen Religionen und Kulturen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, ja lebensnotwendig, die Gedanken von Menschlichkeit und Frieden, von Toleranz und Dialog verstärkt zum Ausdruck zu bringen.

Das Konzept der ACHAVA Festspiele Thüringen setzt – 50 Jahre nach der Aufnahmen deutsch-israelischer diplomatischer Beziehungen – einen grundlegend neuen Impuls: Sein Kernpunkt ist der interreligiöse und interkulturelle Dialog, der ausgeht von der Gedanken in den Schriften jüdischer Propheten des Alten Testaments. Sie bilden die Grundlage der jüdischen Ethik und der europäischen Werte. Das hebräische Wort ACHAVA – Brüderlichkeit ist dafür ein Schlüsselwort. Der Respekt gegenüber dem Anderen ist das Ziel.

In der Thüringer Landeshauptstadt befindet sich der bedeutendste Symbolpunkt für die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland: Die Alte Synagoge Erfurt ist die älteste erhaltene Synagoge Europas, sie stammt zum Teil aus dem 11. Jahrhundert. Erfurt bewirbt sich damit auf die UNESCO – Welterbeliste, Erfurts Alte, Kleine und Neue Synagoge sowie andere jüdische Orte Thüringens sind Zeugen einer vielhundertjährigen Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses, seiner Höhepunkte, aber zugleich auch seiner gewaltsamen Abbrüche.

Seien Sie herzlich willkommen und tauchen Sie ein in neue (Gedanken)Welten.

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100 Jahre Leonard Bernstein
Samstag, 29. September 2018 19:00 Uhr | Erfurt

Der Vorverkauf startet am 19.07.2018 - 08:00 Uhr JUBILÄUMS-PSALMENKONZERT MDR Rundfunkchor | Gijs Leenaars, Dirigent | Sarah Christ, Harfe | Denny Wilke, Orgel | Michael Weilacher, Schlagzeug Das Buch der Psalmen wird von Juden und Christen gleichermaßen als überragende geistliche Quelle geschätzt. Das hebräische Original der 150 Dank-, Lob- und Bittgebete ist tief im jüdischen Glauben verwurzelt und entstand vermutlich zwischen dem 6. und 3. Jahrhundert vor Christus. Etliche Psalmen beziehen sich in ihrem Titel direkt auf König David, auch wenn in der heutigen Forschung Konsens darüber besteht, dass der historische David nicht als Autor infrage kommt. Von Beginn an fungierten die Psalmen als zentrales Gebetbuch der Juden und wurden in der jüdischen Liturgie bereits sehr früh auch in gesungener Form eingesetzt. In ihrer doppelversigen Struktur eigneten sie sich hervorragend zum wechselseitigen Singen. Damit dürfen die Psalmen als Urform des liturgischen Musizierens überhaupt bezeichnet werden.

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.
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Andreas Scholl und Tamar Halperin
Sonntag, 30. September 2018 19:00 Uhr | Erfurt

Der Vorverkauf startet am 19.07.2018 - 08:00 Uhr Andreas Scholl und Tamar Halperin LIEDER EINER DEUTSCH-ISRAELISCHEN FAMILIE | Abschlusskonzert Von Brücken können der deutsche Countertenor Andreas Scholl und die israelische Cembalistin Tamar Halperin mehrere Lieder singen. 2016 erhielten sie beispielsweise den Hessischen Kulturpreis für ihren musikalischen und kulturellen Brückenbau. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen und treffen sich in der Musik. Während das Künstler-Ehepaar bisher eher klassische Musik darbot, wurde jüngst ein Projekt abgeschlossen, dass die umfangreiche israelische Familie in einem deutschen Tonstudio versammelte, um ein Album mit Lieblings- und Kinderliedern aufzunehmen. Die Inspiration dafür waren die Shabbes-Dinner in Israel, bei denen sich regelmäßig bis zu 20 Personen aus drei Generationen trafen. Anschließend wurde im Keller musiziert.

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