Achava Festspiele

ACHAVA Festspiele Thüringen

EIN JÜDISCHER IMPULS FÜR DEN INTERRELIGIÖSEN DIALOG

2015 fanden erstmalig die ACHAVA Festspiele Thüringen statt, um ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Dialog zu setzen. Die Ereignisse der jüngsten Zeit zeugen von neuen erheblichen Spannungen zwischen Religionen und Kulturen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, ja lebensnotwendig, die Gedanken von Menschlichkeit und Frieden, von Toleranz und Dialog verstärkt zum Ausdruck zu bringen.

Das Konzept der ACHAVA Festspiele Thüringen setzt – 50 Jahre nach der Aufnahme deutsch-israelischer Beziehungen – einen grundlegend neuen Impuls: Sein Kernpunkt ist der interreligiöse und interkulturelle Dialog, der ausgeht von den Gedanken in den Schriften jüdischer Propheten der Hebräischen Bibel. Sie bilden die Grundlage der jüdischen Ethik und der europäischen Werte. Das hebräische Wort »ACHAVA« (Brüderlichkeit) ist dafür ein Schlüsselwort. Der Respekt gegenüber dem Anderen ist das Ziel.

In der Thüringer Landeshauptstadt befindet sich der bedeutendste Symbolpunkt für die Geschichte des jüdischen Lebens in Deutschland: Die Alte Synagoge Erfurt ist die älteste erhaltene Synagoge Europas, sie stammt zum Teil aus dem 11. Jahrhundert. Erfurt bewirbt sich damit auf die UNESCO-Welterbeliste. Erfurts Alte, Kleine und Neue Synagoge sowie andere jüdische Orte Thüringens sind Zeugen einer vielhundertjährigen Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses, seiner Höhepunkte, aber zugleich auch seiner gewaltsamen Abbrüche.

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Missa Cum Jubilo
Freitag, 20. September 2019 19:30 Uhr | Erfurt

Missa Cum Jubilo Die vom Erfurter Domorganisten Silvius von Kessel im Auftrag des Erfurter Domkapitels komponierte Missa Cum Jubilo geht auf die gleichnamige Gregorianische Vorlage zurück. Es handelt sich bei der Gregorianischen Missa Cum Jubilo um eine Messe, die an Hochfesten zu Ehren der Gottesmutter Maria erklingen soll - z. B. am Fest Mariä Himmelfahrt (15. August). Da der Erfurter Dom St. Marien eine der Gottesmutter Maria geweihte Kirche ist, lag es nahe, eine marianische Messe zu komponieren. Zudem wird im Jahr 2019 das weithin bekannte Erfurter Marienmosaik, welches früher den neugotischen Westgiebel des Erfurter Domes schmückte, nach langen Jahren der Einlagerung und dank anschließend erfolgter Restaurierung der Öffentlichkeit im Innern des Dom-Dachstuhles zugänglich gemacht. Das Zentrum dieser neukomponierten gut einstündigen Missa Cum Jubilo ist das Credo, welches thematisch auf dem Credo I des Gregorianischen Repertoires aufbaut. Dieses Credo ist von seiner Tonsprache her moderner als die restlichen Sätze der Messe, da hier das persönliche Bekenntnis des einzelnen Menschen im Mittelpunkt steht. Und dieses persönliche Bekenntnis ist nicht so einfach: es ist eine Entscheidung inmitten vieler Angebote, und es ist dabei eine immer wieder angefochtene und umkämpfte Entscheidung. Zu Beginn der Messe fängt das Kyrie gregorianisch freischwingend an und steigert sich im Verlauf zu symphonischeren Dimensionen und großer Eindringlichkeit. Das sich anschließende Gloria geht in lichtreicher, tonmalerischer Tonsprache von der Engelsszene am Himmel aus, bevor es sich zur Majestät des Gloria steigert. Im zweiten Satz des viersätzigen Glorias ist der Choral Jesu, meine Freude eingeflochten, und zwar im Zusammenklang mit den lateinischen Worten Domine fili unigenite, die sich an Gottes Sohn, Jesus Christus, richten. Das Sanctus/Benedictus ist vom Wechselspiel zwischen Himmel und Erde gekennzeichnet: Eingeleitet durch ruhig-feierliche Bläserakkorde erklingt vom Himmel her, quasi fremdartig, ein Echo-Gesang des Frauenchores, der auf Erden von den Männern fortgesponnen wird. Der erste Agnus Dei-Satz ist unversehens ein Grabgesang auf den vierjährigen Sohn enger Freunde geworden, der im Sommer 2018 - während der Komposition am Agnus Dei - im Urlaub ertrunken ist. Die Missa Cum Jubilo endet mit einem großangelegten ''Dona nobis pacem'' - einer aktuell so wichtigen, eindringlichen und emphatischen Friedensbitte an den Schöpfer dieser Welt. Aufführende - 4 Gesangssolisten - N. N.

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Missa Cum Jubilo
Sonntag, 22. September 2019 17:00 Uhr | Erfurt

Missa Cum Jubilo Die vom Erfurter Domorganisten Silvius von Kessel im Auftrag des Erfurter Domkapitels komponierte Missa Cum Jubilo geht auf die gleichnamige Gregorianische Vorlage zurück. Es handelt sich bei der Gregorianischen Missa Cum Jubilo um eine Messe, die an Hochfesten zu Ehren der Gottesmutter Maria erklingen soll - z. B. am Fest Mariä Himmelfahrt (15. August). Da der Erfurter Dom St. Marien eine der Gottesmutter Maria geweihte Kirche ist, lag es nahe, eine marianische Messe zu komponieren. Zudem wird im Jahr 2019 das weithin bekannte Erfurter Marienmosaik, welches früher den neugotischen Westgiebel des Erfurter Domes schmückte, nach langen Jahren der Einlagerung und dank anschließend erfolgter Restaurierung der Öffentlichkeit im Innern des Dom-Dachstuhles zugänglich gemacht. Das Zentrum dieser neukomponierten gut einstündigen Missa Cum Jubilo ist das Credo, welches thematisch auf dem Credo I des Gregorianischen Repertoires aufbaut. Dieses Credo ist von seiner Tonsprache her moderner als die restlichen Sätze der Messe, da hier das persönliche Bekenntnis des einzelnen Menschen im Mittelpunkt steht. Und dieses persönliche Bekenntnis ist nicht so einfach: es ist eine Entscheidung inmitten vieler Angebote, und es ist dabei eine immer wieder angefochtene und umkämpfte Entscheidung. Zu Beginn der Messe fängt das Kyrie gregorianisch freischwingend an und steigert sich im Verlauf zu symphonischeren Dimensionen und großer Eindringlichkeit. Das sich anschließende Gloria geht in lichtreicher, tonmalerischer Tonsprache von der Engelsszene am Himmel aus, bevor es sich zur Majestät des Gloria steigert. Im zweiten Satz des viersätzigen Glorias ist der Choral Jesu, meine Freude eingeflochten, und zwar im Zusammenklang mit den lateinischen Worten Domine fili unigenite, die sich an Gottes Sohn, Jesus Christus, richten. Das Sanctus/Benedictus ist vom Wechselspiel zwischen Himmel und Erde gekennzeichnet: Eingeleitet durch ruhig-feierliche Bläserakkorde erklingt vom Himmel her, quasi fremdartig, ein Echo-Gesang des Frauenchores, der auf Erden von den Männern fortgesponnen wird. Der erste Agnus Dei-Satz ist unversehens ein Grabgesang auf den vierjährigen Sohn enger Freunde geworden, der im Sommer 2018 - während der Komposition am Agnus Dei - im Urlaub ertrunken ist. Die Missa Cum Jubilo endet mit einem großangelegten ''Dona nobis pacem'' - einer aktuell so wichtigen, eindringlichen und emphatischen Friedensbitte an den Schöpfer dieser Welt. Aufführende - 4 Gesangssolisten - N. N.

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Stimmen des Volkes
Donnerstag, 26. September 2019 19:30 Uhr | Weimar

Stimmen des Volkes MAYBEBOP (A-cappella-Gesang) | Staatskapelle Weimar | Stefan Lano - Leitung Das älteste Orchester Deutschlands, die STAATSKAPELLE WEIMAR, trifft auf die junge und europaweit gefeierte A-cappella-Formation MAYBEBOP. Das Volkslied als ursprünglichste Ausdrucksform der Menschen wird in den großen Konzertsaal zurückgeholt. Gepaart mit internationalen Songs steht das Zusammenspiel von Orchester-klang und A-cappella-Gesang im Mittelpunkt. Die Lieder werden ins Heute übertragen und zeitgemäß/unzeitgemäß auch für ein junges Publikum arrangiert. Mitsingen ist unbedingt erwünschtes Ziel des Abends! Der Liedermix lädt das Publikum im Bauhausjubiläum auf eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft ein. Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit MAYBEBOP, der Stadt Weimar und dem Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar.

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Schüler und Meister im Einklang
Freitag, 27. September 2019 18:00 Uhr | Weimar

Schüler und Meister im Einklang Abschlusskonzert zum musikalischen Workshop Die ACHAVA Festspiele knüpfen mit diesem großen Chor- und Orchesterworkshop an die Arbeit der letzten Jahre in Thüringer Schulen an. Einer Kernidee des Bauhauses folgend werden sich junge Musikerinnen und Musiker mit international renommierten ACHAVA-Künstlern auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben und voneinander lernen. Timna Brauer aus Wien widmet sich mit den Chorsängerinnen und Chorsängern dem Jiddisch Tango. Helmut Eisel improvisiert mit den Orchestermusikern zu Klezmer- und Gypsymelodien und Jascha Nemtsov wird mit einem kammermusikalischen Schülerensemble der Musik des Bauhauses nachspüren. Am Ende der Projektarbeit steht das gemeinsame Konzert aller Musikerinnen und Musiker im Großen Saal der Weimarhalle.

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Trias - Das Triadische Ballett
Freitag, 27. September 2019 21:00 Uhr | Weimar

Das Triadische Ballett Neuinterpretation zu Oskar Schlemmers ''Das Triadische Ballett'' mit dem ''Theater der Klänge'', Düsseldorf Trias ist eine Neuinterpretation des Entwurfs zum ''triadischen Ballett'' von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1922. Die Figurinen wurden soweit wie möglich aufwändig originalgetreu rekonstruiert. Die neu geschaffene Musik wie die Choreografie wurden angelehnt an Oskar Schlemmers Inszenierung und entsprechen dem Uraufführungsablauf, wie Schlemmer diesen 1922/23 in Stuttgart und Weimar selber zur Aufführung brachte. Sämtliche Choreografien und Musiken zu den einzelnen Sätzen sind, ebenso wie die abschließende 12. Szene, Neukreationen des ''Theaters der Klänge''. Zwischen den Akten agieren zwei musikalische Clowns, die von den Clownerien Schlemmers inspiriert sind. Trias wurde 2015 in Düsseldorf mit großem Erfolg uraufgeführt.

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White City Jazz
Samstag, 28. September 2019 20:00 Uhr | Weimar

White City Jazz Internationaler Preis für transkulturellen Jazz Konzert des Avishai Cohen Trio (Kontrabass/Israel) und internationaler Preisträger des ACHAVA Jazz Award Zum 100-jährigen Jubiläum werden in der Tradition des Bauhauses Lehre, künstlerische Darstellung und Begegnung miteinander verbunden. Die Brücke zwischen Tel Aviv und Weimar schlagen Künstler von Weltrang wie der einzigartige israelische Jazzbassist Avishai Cohen und Band. Er wird mit den Preisträgern gemeinsam einen Konzertabend im Großen Saal der Weimarhalle gestalten. Der 2. ACHAVA Jazz Award zeichnet ein künstlerisch herausragendes Band-Projekt aus, das den transkulturellen Charakter des Jazz ins Zentrum seines Schaffens stellt. Mit individuellem künstlerischen Ausdruck, Interaktion und Improvisation wenden sich Jazzmusiker heute gegen musikalische Grenzziehungen und Kartographien, ja überhaupt gegen die Idee einer national gebundenen Kultur. Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit der Hochschule für Musik ''Franz Liszt'' Weimar, der Jazzmeile Thüringen und der Stadt Weimar.

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Jedem das Seine
Sonntag, 29. September 2019 11:00 Uhr | Weimar

Jedem das Seine Gesprächswanderung mit Musik inklusive Mittags-Picknick im Ilmpark Beginnend am Weimarer Bahnhof, wo 1938-39 die jüdischen Häftlinge auf ihrem Weg nach Buchenwald misshandelt wurden, führt die Route zum Marstall, der ehemaligen Leitstelle der Gestapo, zum einstigen ''Judenhaus'' in der Belvedere Allee sowie zu einigen anderen Orten, bevor sie am neuen Bauhaus-Museum endet. Die vierstündige Gesprächswanderung, die an die berüchtigte Inschrift am Buchenwald-Tor anknüpft, schließt nicht nur die Führung zu erinnerungsträchtigen Stätten in Weimar ein, sie bietet den Teilnehmern darüber hinaus die Möglichkeit der Reflexion und eines intensiven geistigen Austausches. Hochkarätige Referenten halten während der Stationen kurze Impulsreferate zu den Themen Gewalt, Erinnerung und die Rolle des Bauhauses, die zum Nachdenken und zur Diskussion einladen. Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen und der BACH BIENNALE WEIMAR.

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Das Bauhaus spielt auf - klingende Utopien
Sonntag, 29. September 2019 20:00 Uhr | Weimar

Das Bauhaus spielt auf - klingende Utopien Filmabend mit Bigband und Vokalensemble Bujazzo - das Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland Zur ''Triennale der Moderne'' wird die Weimarhalle im Umfeld des neuen Bauhaus Museums zur Kinoleinwand und Orchesterbühne. Das multimediale Projekt mit dem Bundesjazzorchester kombiniert ein neu komponiertes Konzertprogramm mit (Stumm-)Filmen ausgewählter Bauhaus-Meister. Das Hauptprogramm zeigt acht Filme, darunter fünf des Bauhausmeisters László Moholy-Nagy. Als Vorlage werden Originalfilme der Eastman School of Music, der University of Rochester und dem Filmarchiv des George Eastman House aufgeführt. Als Vorprogramm laufen kurze Werbefilme. Diese Werbefilme gelten einerseits als Meisterwerke der frühen Filmanimationstechnik, symbolisieren andererseits aber auch die für das Bauhaus zentrale Frage von Kunst und kommerzieller Vermarktung, Kunst und Anwendbarkeit. Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen, dem Bundesjazzorchester und der Jazzmeile Thüringen.

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