Achava Festspiele

ACHAVA Festspiele Thüringen

2015 fanden erstmalig die ACHAVA Festspiele Thüringen statt, um ein wichtiges Zeichen für Toleranz und Dialog zu setzen.
Die Ereignisse der jüngsten Zeit zeugen von neuen erheblichen Spannungen zwischen Religionen und Kulturen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, ja lebensnotwendig, die Gedanken von Menschlichkeit und Frieden, von Toleranz und Dialog verstärkt zum Ausdruck zu bringen.

Das Konzept der ACHAVA Festspiele Thüringen setzt – 50 Jahre nach der Aufnahmen deutsch-israelischer diplomatischer Beziehungen – einen grundlegend neuen Impuls: Sein Kernpunkt ist der interreligiöse und interkulturelle Dialog, der ausgeht von der Gedanken in den Schriften jüdischer Propheten des Alten Testaments. Sie bilden die Grundlage der jüdischen Ethik und der europäischen Werte. Das hebräische Wort ACHAVA – Brüderlichkeit ist dafür ein Schlüsselwort. Der Respekt gegenüber dem Anderen ist das Ziel.

In der Thüringer Landeshauptstadt befindet sich der bedeutendste Symbolpunkt für die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland: Die Alte Synagoge Erfurt ist die älteste erhaltene Synagoge Europas, sie stammt zum Teil aus dem 11. Jahrhundert. Erfurt bewirbt sich damit auf die UNESCO – Welterbeliste, Erfurts Alte, Kleine und Neue Synagoge sowie andere jüdische Orte Thüringens sind Zeugen einer vielhundertjährigen Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses, seiner Höhepunkte, aber zugleich auch seiner gewaltsamen Abbrüche.
Thüringen ist "Lutherland. Zahlreiche authentische Wirkungsorte Martin Luthers und der mitteldeutschen Reformation befinden sich in Thüringen. Über Thomas Müntzer ist das Erfurter Peterkloster auch mit dem bekanntesten Gegenspieler Luthers verbunden.